Kulturrat Transparent

Wer für das Gemeinwohl tätig wird, sollte der Gemeinschaft sagen, was die Organisation tut, woher die Mittel stammen, wie sie verwendet werden und wer die Entscheidungsträger sind.

 

Transparency Deutschland hat daher mit zahlreichen Partnern aus dem gemeinnützigen Sektor, u.a. dem Deutschen Kulturrat, die Initiative Transparente Zivilgesellschaft ins Leben gerufen. Die Unterzeichner der Initiative verpflichten sich freiwillig, in zehn präzise definierten Punkten offen zu legen, welche Ziele die Organisation genau anstrebt, woher die Mittel kommen, wie sie eingesetzt werden und wer die Entscheidungen darüber trifft.

 

Jeweils im Oktober des Folgejahres, nach der Entlastung des Vorstandes und der Geschäftsführung durch die Mitgliederversammlung,  werden die Haushaltsdaten aktualisiert.

Deutscher Kulturrat e.V., Berlin, gegründet als Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kulturrat 1981, seit 1995 Deutscher Kulturrat e.V.

Der Deutsche Kulturrat e.V. ist der Spitzenverband der Bundeskulturverbände. Er ist der Ansprechpartner der Politik und Verwaltung des Bundes, der Länder und der Europäischen Union in allen die einzelnen Sparten (Sektionen) des Deutschen Kulturrates übergreifenden kulturpolitischen Angelegenheiten. Ziel des Deutschen Kulturrates ist es, kulturpolitische Diskussion auf allen politischen Ebenen anzuregen und für Kunst-, Publikations- und Informationsfreiheit einzutreten.

 

Die Satzung des Deutschen Kulturrates e.V. (letzte Änderung 26.09.2012) kann hier abgerufen werden.

  • Präsident: Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates
  • Vizepräsidentin: Regine Möbius, stellvertretende Bundesvorsitzende des Verbandes deutscher Schriftsteller (VS) in der IG Medien/ver.di
  • Vizepräsident: Andreas Kämpf, Vorstandsmitglied der Bundesvereinigung soziokultureller Zentren
  • Geschäftsführer und besonderer Vertreter nach § 30 BGB: Olaf Zimmermann
  • Der Sprecherrat des Deutschen Kulturrates beschließt die jährlichen und langfristigen Arbeitsprogramme des Vereins. Darüber hinaus berät er den Vorstand bei der Durchführung seiner Aufgaben.
  • Die Struktur des Deutschen Kulturrates e.V. finden Sie hier.

Die Jahresberichte des Deutschen Kulturrates der letzten Jahre: 2015, 2014, 2013, 2012, 2011, 2010, 2009, 2008, 2007, 2006, 2005.

  • Ehrenamt: rund 200 ehrenamtlich Aktive in den Gremien (Fachausschüsse, Sprecherrat, Vorstand, Mitgliederversammlung) des Deutschen Kulturrates, rund 200 ehrenamtliche Autoren für die Zeitung des Deutschen Kulturrates Politik & Kultur
  • Hauptamt: sechs hauptberufliche Arbeitnehmer (teilweise in Teilzeit) sowie Praktikanten und Studierende (Geschäftsstelle)

Der Deutsche Kulturrat e.V. finanziert sich aus folgenden Quellen:

  • seinen Mitgliedsbeiträgen
  • ersparte Kosten durch Übernahme von Leistungen durch die Mitglieder
  • zweckgebundene Zuwendungen von Mitgliedern
  • zweckgebundene Zuwendungen von Bundesbehörden im Rahmen von Projekten
  • Einnahmen aus Buchverkäufen sowie Projekten im Rahmen des wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs

 

Mitgliedsbeiträge

Der Mitgliedsbeitrag betrug pro Mitglied bis 2015 2.237 Euro, seit 2016 beträgt der Mitgliedsbeitrag 2.750 Euro. Mitglieder des Deutschen Kulturrates sind acht spartenspezifische Sektionen (Deutscher Musikrat, Rat für darstellende Kunst und Tanz, Deutsche Literaturkonferenz, Deutscher Kunstrat, Rat für Baukultur, Sektion Design, Sektion Film, Rundfunk und audiovisuelle Medien, Rat für Soziokultur und kulturelle Bildung). Diesen Sektionen gehören wiederum Bundeskulturverbände an. Im Jahr 2015 hatte der Deutsche Kulturrat 17.896,00 Euro aus Mitgliedsbeiträgen eingenommen.

 

Ersparte Kosten durch Übernahme von Leistungen durch die Mitglieder

Die Kosten, die durch die ehrenamtliche Mitwirkung in den Gremien des Deutschen Kulturrates entstehen, werden vom Deutschen Kulturrat bis auf die Reisekosten für die Vorstandsmitglieder nicht erstattet. Alle sonstigen Reisekosten sowie gegebenenfalls Aufwandsentschädigungen werden von den Sektionen (Mitglieder) bzw. den Mitgliedsverbänden der Sektionen übernommen. Ebenfalls werden für die Veröffentlichung von Beiträgen in der Zeitung des Deutschen Kulturrates, Politik & Kultur, in der Regel keine Honorare gezahlt.

 

Zweckgebundene Zuwendungen von Bundesbehörden im Rahmen von Projekten

Im Jahr 2014 hat der Deutsche Kulturrat folgende Projekte durchgeführt, für die er zweckgebunden eine Projektförderung des Bundes erhielt:

  • Projekt „Bündelung verbandlicher Kulturpolitik unter spartenübergreifendem Blickwinkel und Politikberatung durch den Deutschen Kulturrat e.V.“, Förderer: Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien, Fördersumme: 260.000 Euro
  • Projekt „Dialogplattform Kulturelle Bildung“, Förderer: Bundesministerium für Bildung und Forschung, Fördersumme: 70.662 Euro
  • Projekt „Arbeitsmarkt Kultur II“, Förderer: Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien, Fördersumme: 100.000 Euro

Insgesamt beträgt die Summe an Projektförderungen 2014: 430.662 Euro.

 

Einnahmen aus Buchverkäufen sowie Projekten im Rahmen des wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs

Der Deutsche Kulturrat ist Herausgeber verschiedener kulturpolitischer Publikationen. Ebenso erscheint bei ihm die Zeitung Politik & Kultur, die im Abonnement erhältlich ist. Im Jahr 2014 hat der Deutsche Kulturrat 13.878,90 Euro aus dem Verkauf an Publikationen erwirtschaftet.

 

Weiter hat der Deutsche Kulturrat zwei Projekte im Rahmen des wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs durchgeführt:

  • Erstellung des Dossiers „Kultur macht stark“ Auftraggeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung, Auftragssumme: 23.683,35 Euro
  • Erstellung des Dossiers „Öffentlich-rechtlicher Rundfunk“, Auftraggeber: WDR, Auftragssumme: 22.250 Euro

 

Die Mittelherkunft verteilte sich 2014 wie folgt:

  • 83% Zuwendungen Bund
  • 9% Erstellung Dossiers
  • 3% Buchverkäufe
  • 3% Mitgliedsbeiträge
  • 2% zweckgebundene Beiträge Mitglieder

Die Mittelverwendung wird jährlich in Stichproben durch die gewählten ehrenamtlichen Kassenprüfer geprüft und das Ergebnis der jährlich stattfindenden Mitgliederversammlung vorgetragen. Die Verwendung der Mittel aus Zuwendungen wird durch die Bundesbehörden (Bundesverwaltungsamt für den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie Bundesministerium für Bildung und Forschung) geprüft. Mit der Anfertigung des steuerlichen Jahresabschlusses hat der Deutsche Kulturrat die Firma BDO beauftragt.

 

Bei den Sachkosten nehmen die Druckkosten die größte Position ein. Sie beinhalten neben dem Druck auch die Herstellung sowie den Postvertrieb der Zeitung Politik & Kultur. Zu den Druckkosten zählen ebenfalls die Kosten für den Druck der Publikationen. Die Erlöse aus dem Verkauf der Publikationen kommen den gemeinnützigen Zwecken des Deutschen Kulturrates zugute.

 

Personalkosten

  • Personalkosten für hauptberufliche Mitarbeiter, Praktikanten und Aushilfen: 318.347,57 Euro

 

Sachkosten

  • Miete und Mietnebenkosten: 31.072,35 Euro
  • Porto, Telekommunikation: 10.875,71 Euro
  • Reisekosten: 12.366,48 Euro
  • Druckkosten für die sechsmal im Jahr erscheinende Zeitung Politik & Kultur sowie für Publikationen: 89.784,60 Euro
  • Weitere Geschäftskosten u.a. allgemeiner Geschäftsbedarf: 9.843,30 Euro
  • Dienstleistungen Honorare (inkl. Buchhaltung, Jahresabschluss, Autorenhonorare, Programmierungsleistungen und andere Dienstleistungen): 37.681,21Euro
  • Veranstaltungen: 10.066,38 Euro

 

Verteilung der Ausgaben:

  • Personalkosten 61%
  • Sachkosten 39%