TTIP

Das geplante Freihandelsabkommen TTIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership) zwischen den USA und der EU soll dazu dienen, den Handel von Gütern und Dienstleistungen zu verbessern, bestehende Handelshemmnisse zu beseitigen und die niedrigen Zölle zu senken. Der Kulturbereich wurde von den Verhandlungen nicht ausgenommen. Im Kulturbereich ist neben der öffentlichen Kulturförderung vor allem die Kulturwirtschaft ins Visier der Handelsliberalisierer geraten. In Europa und speziell auch in Deutschland gibt es eine ausdifferenzierte

 

Aktuelle Informationen zu TTIP erhalten Sie auch auf unserer Website Tag gegen TTIP.

Kulturwirtschaft. Viele kulturwirtschaftliche Güter und Dienstleistungen sind sprachgebunden. Sie werden vor allem für den nationalen und gegebenenfalls europäischen Markt erstellt. Kulturwirtschaftliche Güter und Dienstleistungen werden nur zu einem kleinen Teil in die USA exportiert. Demgegenüber werden US-amerikanische Güter und Dienstleistungen zu einem erheblichen Teil nach Europa exportiert. Das heißt, dass für die europäische Kulturwirtschaft kaum signifikante Gewinne zu erwarten sind.

Demonstration „TTIP und CETA stoppen!“

Nach dem großartigen Erfolg der Großdemonstration „TTIP und CETA stoppen! – Für einen gerechten Welthandel!“ vom 10. Oktober 2015 mit etwa 250.000 Demonstranten geht der Protest gegen die Freihandelsabkommen weiter. Der bundesweite Trägerkreis aus 26 Organisationen, darunter auch der Deutsche Kulturrat, ruft nun zu sieben bundesweiten Großdemonstrationen am 17. September 2016 in Berlin, Frankfurt (Main), Hamburg, Köln, Leipzig, München und Stuttgart auf.

Aktionstag „Kultur braucht kein TTIP!“

Um auf die Risiken von TTIP aufmerksam zu machen, veranstaltete der Deutsche Kulturrat am 21. Mai 2015 den Aktionstag „Kultur braucht kein TTIP!“.