Netzwerke für Geschlechtergerechtigkeit

Im Kulturbereich gibt es verschiedene Netzwerke für Geschlechtergerechtigkeit. Dazu zählen BücherFrauen, Frauenkulturbüro NRW, Deutscher Journalisten-Verband, Autorinnenvereinigung, Digital Media Women, GEDOK, Goldrausch Künstlerinnenprojekt, Internationaler Arbeitskreis Frau und Musik, Journalistinnenbund, MaLisa Stiftung, Mörderische Schwestern, Music Industry Women, Pro Quote Film, SALOON, Theater.Frauen, Women in Film and Television Germany – um nur einige zu nennen. Eine Übersicht dieser Netzwerke finden Sie hier:

 

BücherFrauen e.V.
BücherFrauen e.V. ist ein Branchen-Netzwerk, das 1990 nach dem Vorbild der englischen Women in Publishing in München gegründet wurde. Das Branchen-Netzwerk vereint die Interessen von rund 950 Frauen, die angestellt oder freiberuflich mit Büchern zu tun haben. Die bundesweit in Regionalgruppen organisierten BücherFrauen bestimmen die Schwerpunkte ihrer regelmäßig stattfindenden Treffen eigenständig: von Fachvorträgen zu Berufsbildern und -themen bis hin zu berufsbezogenen Fragen wie Altersversorgung, Arbeitsorganisation, Gehaltsverhandlung und internen Stammtischen. Des Weiteren bringen die „Mentoring-Projekte“ in mehreren Regionalgruppen weibliche Nachwuchskräfte mit Führungsfrauen zusammen. Über einen begrenzten Zeitraum wird die junge Kollegin von der berufserfahreneren Mentorin beraten und in ihrer beruflichen Entwicklung unterstützt. Ein Forum für den fachlichen Austausch schaffen, Fortbildungen anbieten, „Seilschaften“ bilden, also Kontakte schaffen und ggf. Jobs und Aufträge vermitteln, vor allem aber frauenspezifische Interessen in der Buchbranche vertreten, gehören zu den Säulen des Netzwerks.

 

Mehr unter: www.buecherfrauen.de

 

 

Das Frauenkulturbüro NRW
Das Frauenkulturbüro fördert mit seinem Netzwerk die Kommunikation zwischen den Künstlerinnen und mit der Öffentlichkeit. Es berücksichtigt die Bedürfnisse von Künstlerinnen aller Generationen und aller Sparten, analysiert ihre Lebens- und Arbeitssituationen und überprüft geschlechterpolitische Wirklichkeiten. Zu seinen Zielen gehört es bewährtes Wissen weiter zu etablieren und zugleich neue Denkanstöße zu geben. Stellvertretend für die Künstlerinnen betreibt das Frauenkulturbüro strukturverbessernde Lobbyarbeit, bringt langjähriges Knowhow, profundes Faktenwissen und aktuelle Themen in kulturpolitische Gremien ein. Es ist seit vielen Jahren Mitglied im Vorstand des Kulturrats NRW e.V., nimmt teil an kulturpolitischen Debatten, hat Zeichen gesetzt mit der wissenschaftlichen Studie „Frauen in Kunst und Kultur – Zwischen neuem Selbstbewusstsein und Quotenforderungen“ von Heiner Barz und Meral Cerci, hat die Ergebnisse unter anderem in den zuständigen Ausschüssen des Landtags NRW, des Landtags in Dresden, des Bundestages und des Städtetages NRW vorgestellt. Kontinuierlich werden Projekte initiiert, organisiert und zumeist in Kooperation mit anderen Kultureinrichtungen realisiert. Es sind Hearings, Symposien und Salons, Kunst- und Kulturmessen, Kunstausstellungen, Atelierbesuche und Kataloge, Künstlerinnengespräche, Lesungen, Konzerte und Filmpräsentationen. Mit flankierender Öffentlichkeit macht das Frauenkulturbüro NRW die Arbeit von Künstlerinnen sichtbar und thematisiert geschlechterspezifische Fragestellungen. Dokumentationen von Projekten, Veranstaltungen und Studien werden veröffentlicht und über alle relevanten analogen und digitalen Kommunikationskanäle zugänglich gemacht. Inhaltlich wird die Projektarbeit seit 2014 von einem Beirat unterstützt.

 

Mehr unter: www.frauenkulturbuero-nrw.de

 

 

Deutscher Journalisten-Verband
Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) vertritt die berufs- und medienpolitischen Ziele und Forderungen der hauptberuflichen Journalistinnen und Journalisten aller Medien. Die DJV-Kommission Chancengleichheit und Diversity setzt sich mit eigenen Initiativen proaktiv für Geschlechtergerechtigkeit und Vielfalt im Journalismus ein und berät darüber hinaus den Bundesvorstand. Eines der Kernziele des Gremiums ist es, Frauen in Medienberufen zu stärken, starre Strukturen in den Redaktionen zu verändern und Lösungswege aufzeigen – etwa bei Problemfeldern wie dem Gender-Pay-Gap oder sexualisiertem Machtmissbrauch. Die Kommission versteht sich aber auch als Lobby für Journalisten und Journalistinnen interkultureller Herkunft: für Vielfalt in den Redaktionen und auch in der Mitgliedschaft des DJV. Außerdem beschäftigt sie sich mit der Situation von Medienschaffenden mit Behinderung sowie der Gleichbehandlung von Kolleginnen und Kollegen unterschiedlicher sexueller Identitäten und sozialer Herkunft. Neben der verbandpolitischen Presse- und Lobbyarbeit engagieren sich die Kommissionsmitglieder in externen Gremien, Netzwerken und Kooperationsprojekten und richten alle zwei Jahre gemeinsam die bundesweite Journalistinnen-Konferenz „Frau macht Medien“ aus.

 

Mehr unter: www.djv.de

 

 

Die Autorinnenvereinigung
Die Autorinnenvereinigung ist das einzige internationale, Genre-übergreifende Netzwerk für Schriftstellerinnen, die in deutscher Sprache schreiben und publizieren. Das Netzwerk setzt sich für mehr weibliche Präsenz in der Literatur ein. Es fördert Autorinnen, fordert aber auch mehr Selbstbewusstsein von ihnen. Der Verein kürt regelmäßig eine Autorin des Jahres; außerdem vergibt er in unregelmäßigen Abständen ein Projektstipendium. Der internationale Verein führt jährlich den Goldstaub-Wettbewerb in den Genres Prosa und Lyrik durch. Darüber hinaus unterstützt die Autorinnenvereinigung Autorinnentreffen, Diskussionen, Lesungen und Weiterbildungen. Regionale Autorinnentreffen, vor allem in Berlin, Düsseldorf oder München, stellen die bundesweite Möglichkeit dar, sich mit anderen Schriftstellerinnen und Autorinnen zu verbinden, über Projekte zu diskutieren und Erfahrungen mit Verlagen sowie Lektoraten und Agenturen auszutauschen.

 

Mehr unter: www.autorinnenvereinigung.eu