22. Mai 2019 Kulturrat_Logo_72dpi-01

Beiträge & Publikationen

Netzwerke für Geschlechtergerechtigkeit


Im Kulturbereich gibt es verschiedene Netzwerke für Geschlechtergerechtigkeit. Dazu zählen BücherFrauen, Frauenkulturbüro NRW, Deutscher Journalisten-Verband, Autorinnenvereinigung, Digital Media Women, GEDOK, Goldrausch Künstlerinnenprojekt, Internationaler Arbeitskreis Frau und Musik, Journalistinnenbund, MaLisa Stiftung, Mörderische Schwestern, Music Industry Women, Pro Quote Film, Theater.Frauen, Women in Film and Television Germany – um nur einige zu nennen. Eine Übersicht dieser Netzwerke finden Sie hier:

 

BücherFrauen e.V.
BücherFrauen e.V. ist ein Branchen-Netzwerk, das 1990 nach dem Vorbild der englischen Women in Publishing in München gegründet wurde. Das Branchen-Netzwerk vereint die Interessen von rund 950 Frauen, die angestellt oder freiberuflich mit Büchern zu tun haben. Die bundesweit in Regionalgruppen organisierten BücherFrauen bestimmen die Schwerpunkte ihrer regelmäßig stattfindenden Treffen eigenständig: von Fachvorträgen zu Berufsbildern und -themen bis hin zu berufsbezogenen Fragen wie Altersversorgung, Arbeitsorganisation, Gehaltsverhandlung und internen Stammtischen. Des Weiteren bringen die „Mentoring-Projekte“ in mehreren Regionalgruppen weibliche Nachwuchskräfte mit Führungsfrauen zusammen. Über einen begrenzten Zeitraum wird die junge Kollegin von der berufserfahreneren Mentorin beraten und in ihrer beruflichen Entwicklung unterstützt. Ein Forum für den fachlichen Austausch schaffen, Fortbildungen anbieten, „Seilschaften“ bilden, also Kontakte schaffen und ggf. Jobs und Aufträge vermitteln, vor allem aber frauenspezifische Interessen in der Buchbranche vertreten, gehören zu den Säulen des Netzwerks.

 

Mehr unter: www.buecherfrauen.de

 

 

Das Frauenkulturbüro NRW
Das Frauenkulturbüro fördert mit seinem Netzwerk die Kommunikation zwischen den Künstlerinnen und mit der Öffentlichkeit. Es berücksichtigt die Bedürfnisse von Künstlerinnen aller Generationen und aller Sparten, analysiert ihre Lebens- und Arbeitssituationen und überprüft geschlechterpolitische Wirklichkeiten. Zu seinen Zielen gehört es bewährtes Wissen weiter zu etablieren und zugleich neue Denkanstöße zu geben. Stellvertretend für die Künstlerinnen betreibt das Frauenkulturbüro strukturverbessernde Lobbyarbeit, bringt langjähriges Knowhow, profundes Faktenwissen und aktuelle Themen in kulturpolitische Gremien ein. Es ist seit vielen Jahren Mitglied im Vorstand des Kulturrats NRW e.V., nimmt teil an kulturpolitischen Debatten, hat Zeichen gesetzt mit der wissenschaftlichen Studie „Frauen in Kunst und Kultur – Zwischen neuem Selbstbewusstsein und Quotenforderungen“ von Heiner Barz und Meral Cerci, hat die Ergebnisse unter anderem in den zuständigen Ausschüssen des Landtags NRW, des Landtags in Dresden, des Bundestages und des Städtetages NRW vorgestellt. Kontinuierlich werden Projekte initiiert, organisiert und zumeist in Kooperation mit anderen Kultureinrichtungen realisiert. Es sind Hearings, Symposien und Salons, Kunst- und Kulturmessen, Kunstausstellungen, Atelierbesuche und Kataloge, Künstlerinnengespräche, Lesungen, Konzerte und Filmpräsentationen. Mit flankierender Öffentlichkeit macht das Frauenkulturbüro NRW die Arbeit von Künstlerinnen sichtbar und thematisiert geschlechterspezifische Fragestellungen. Dokumentationen von Projekten, Veranstaltungen und Studien werden veröffentlicht und über alle relevanten analogen und digitalen Kommunikationskanäle zugänglich gemacht. Inhaltlich wird die Projektarbeit seit 2014 von einem Beirat unterstützt.

 

Mehr unter: www.frauenkulturbuero-nrw.de

 

 

Deutscher Journalisten-Verband
Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) vertritt die berufs- und medienpolitischen Ziele und Forderungen der hauptberuflichen Journalistinnen und Journalisten aller Medien. Die DJV-Kommission Chancengleichheit und Diversity setzt sich mit eigenen Initiativen proaktiv für Geschlechtergerechtigkeit und Vielfalt im Journalismus ein und berät darüber hinaus den Bundesvorstand. Eines der Kernziele des Gremiums ist es, Frauen in Medienberufen zu stärken, starre Strukturen in den Redaktionen zu verändern und Lösungswege aufzeigen – etwa bei Problemfeldern wie dem Gender-Pay-Gap oder sexualisiertem Machtmissbrauch. Die Kommission versteht sich aber auch als Lobby für Journalisten und Journalistinnen interkultureller Herkunft: für Vielfalt in den Redaktionen und auch in der Mitgliedschaft des DJV. Außerdem beschäftigt sie sich mit der Situation von Medienschaffenden mit Behinderung sowie der Gleichbehandlung von Kolleginnen und Kollegen unterschiedlicher sexueller Identitäten und sozialer Herkunft. Neben der verbandpolitischen Presse- und Lobbyarbeit engagieren sich die Kommissionsmitglieder in externen Gremien, Netzwerken und Kooperationsprojekten und richten alle zwei Jahre gemeinsam die bundesweite Journalistinnen-Konferenz „Frau macht Medien“ aus.

 

Mehr unter: www.djv.de

 

 

Die Autorinnenvereinigung
Die Autorinnenvereinigung ist das einzige internationale, Genre-übergreifende Netzwerk für Schriftstellerinnen, die in deutscher Sprache schreiben und publizieren. Das Netzwerk setzt sich für mehr weibliche Präsenz in der Literatur ein. Es fördert Autorinnen, fordert aber auch mehr Selbstbewusstsein von ihnen. Der Verein kürt regelmäßig eine Autorin des Jahres; außerdem vergibt er in unregelmäßigen Abständen ein Projektstipendium. Der internationale Verein führt jährlich den Goldstaub-Wettbewerb in den Genres Prosa und Lyrik durch. Darüber hinaus unterstützt die Autorinnenvereinigung Autorinnentreffen, Diskussionen, Lesungen und Weiterbildungen. Regionale Autorinnentreffen, vor allem in Berlin, Düsseldorf oder München, stellen die bundesweite Möglichkeit dar, sich mit anderen Schriftstellerinnen und Autorinnen zu verbinden, über Projekte zu diskutieren und Erfahrungen mit Verlagen sowie Lektoraten und Agenturen auszutauschen.

 

Mehr unter: www.autorinnenvereinigung.eu

 

Digital Media Women e.V.

Mit der Gründung 2010 hat sich der Verein das Ziel gesteckt, die Sichtbarkeit von Frauen in der Digitalbranche zu erhöhen und sich für eine gleichberechtigte Teilhabe einzusetzen. Das Netzwerk soll den Frauen den Rücken stärken und durch Gespräche mit anderen Frauen ihr Selbstbewusstsein aufbauen. Der Verein möchte Frauen, die in der Digitalbranche arbeiten, miteinander vernetzen. Dazu gehört auch die Kooperation mit anderen Initiativen aus Wirtschaft und Politik, um frühzeitig Frauen und junge Mädchen für Technologie zu begeistern und zu mündigen Diskussionspartnern zu machen. Es geht dem Verein um Diversität und Vielfalt und zwar überall: auf Podien, bei Veranstaltungen und in Unternehmen. Daher sind die Digital Media Women auch ein Verein, der Männer nicht ausschließt, sondern begrüßt. Eine Tätigkeit in der Medienbranche soll keine Voraussetzung für die Teilhabe an dem Verein sein, denn Digitalisierung berühre im Grunde alle. Es können sich alle engagieren und angesprochen fühlen, die sich mit dem digitalen Wandel beschäftigen, denn mit seinen neun Standorten deutschlandweit steht der Verein Interessierten zur Seite.

 

Mehr unter: www.digitalmediawomen.de

 

 

GEDOK
Die GEDOK ist der Verband der Gemeinschaften der Künstlerinnen und Kunstfördernden. Sie ist das älteste und europaweit größte Netzwerk für Künstlerinnen der Bereiche Bildende Kunst, Literatur, Musik, Angewandte Kunst/ArtDesign sowie Interdisziplinäre Kunst/Darstellende Kunst. Gegründet wurde die GEDOK als „Gemeinschaft Deutscher und Ö/Oesterreichischer Künstlerinnenvereine aller Kunstgattungen“ 1926 von der Kunstmäzenin Ida Dehmel mit dem Ziel, Frauen in der Kunst zu fördern. Heute gehören der GEDOK über 2.700 Mitglieder in 23 deutschen Städten an. Die GEDOK will das Werk und die Leistung von Künstlerinnen in der Öffentlichkeit sichtbarer machen und dazu beitragen, die Lebens- und Arbeitssituation von Künstlerinnen zu verbessern. Die Vereinigung setzt sich für Geschlechtergerechtigkeit in allen künstlerischen Bereichen ein. Um diese Ziele zu verwirklichen, ist die GEDOK aktiv in nationalen und internationalen Kultureinrichtungen, politischen Gremien und Verbänden. Die Förderung der Künstlerinnen erfolgt in Form von Ausstellungen, Konzerten, Lesungen, interdisziplinären Kunstprojekten und der Vergabe von Preisen. Die Vereinigung versteht sich zum einen als kulturpolitischer Akteur und zum anderen als Netzwerk für die in ihm organisierten Künstlerinnen.

 

Mehr unter: www.gedok.de

 

 

Goldrausch Künstlerinnenprojekt
Das Goldrausch Künstlerinnenprojekt bietet Bildenden Künstlerinnen seit über 25 Jahren ein umfassendes Programm zur Professionalisierung. Ein einjähriges Postgraduiertenseminar vermittelt berufsspezifische Kenntnisse, die für die komplexen Erfordernisse einer selbständigen künstlerischen Tätigkeit notwendig sind. Insofern wendet sich das Programm an Bildende Künstlerinnen, die ihre Ausbildung abgeschlossen und erste Berufserfahrungen erworben haben. Es gibt keine Altersbeschränkung, die Teilnahme ist dank Förderung durch den Berliner Senat und den Europäischen Sozialfond (ESF) kostenfrei. Ziel des Goldrausch Künstlerinnenprojektes ist es, die jeweils 15 Teilnehmerinnen in ihrer erfolgreichen Berufstätigkeit zu unterstützen – durch die Aneignung von Wissen und Kompetenzen im Kursprogramm sowie durch eine öffentlichkeitswirksame Präsentation der künstlerischen Arbeit und gezielte Netzwerkbildung. Die Anwendbarkeit auf die jeweiligen künstlerischen Strategien und damit die Entwicklung individueller Handlungsperspektiven für den beruflichen Werdegang stehen ebenso im Fokus wie das selbstbewusste Agieren der Künstlerinnen in Kunstöffentlichkeit und Kunstmarkt.

 

Mehr unter: goldrausch-kuenstlerinnen.de

 

 
Internationaler Arbeitskreis Frau und Musik e.V.
Der internationale Arbeitskreis Frau und Musik e.V. wurde im Jahr 1979 gegründet und ist Träger des Archivs Frau und Musik mit Sitz in Frankfurt am Main. Der Verein fördert die kreativen Leistungen musikschaffender Frauen und die Integration von Frauen in musikalischen sowie kulturpolitischen Organisationen. Zudem etabliert der Arbeitskreis frauenmusikspezifische Themen in der musikalischen Bildung sowie Praxis und realisiert Vernetzungsaktivitäten weltweit. Als internationale Forschungsstätte initiiert der Arbeitskreis Wissenschafts- und Ausstellungsprojekte sowie Konzertveranstaltungen. Das dazugehörige Archiv Frau und Musik dokumentiert als Fachpräsenzbibliothek die Frauenmusikgeschichte und ist für Interessierte zum Thema »Frau und Musik« sowie der Genderforschung eine bedeutende Anlaufstelle. Die Sammlung umfasst eine Vielfalt an Medien zu Komponistinnen vom 9. bis zum 21. Jahrhundert aus mehr als 52 Ländern. Von 1984 bis 2015 publizierte der Arbeitskreis die einzige deutschsprachige Fachzeitschrift zum Thema Komponistinnen- und Interpretinnenforschung. Seit 2018 beteiligt sich das Archiv Frau und Musik mit frauenmusikgeschichtlichen Aspekten am Digitalen Deutschen Frauenarchiv (DDF). Seit vielen Jahren richtet der Verein das Internationale Arbeitsstipendium für Komponistinnen „Composer in Residence (CiR)“ in Kooperation mit der Hochschule für Musik und Darstellenden Kunst Frankfurt am Main aus; die nächste Arbeitsphase findet im Jahr 2019 statt. Zudem wirkt 2019 das Forschungs- und Vermittlungsprojekt „Chancengleichheit für Komponistinnen“ mit Sammelschwerpunkt zur Chormusik von Komponistinnen fördernd auf die Sichtbarkeit von Frauen in der Musikwelt.

 

Mehr unter: www.archiv-frau-musik.de

 

 

Journalistinnenbund e.V.
Der Journalistinnenbund (jb) ist ein Netzwerk von Frauen im Journalismus, das sich einsetzt für engagierten Qualitätsjournalismus, für Menschen- und Frauenrechte und für mehr Macht von Frauen in Medien und Gesellschaft, konkret eine 50-Prozent-Quote in den Chefetagen der Medienunternehmen. Zugleich beobachtet der jb, ob und wie Medien über Frauen in Politik und Gesellschaft berichten, und macht öffentlich auf Missstände aufmerksam. Die rund 350 Redakteurinnen, freiberuflichen Autorinnen und PR-Frauen organisieren sich in Regional- und Arbeitsgruppen: Das „Medienlabor“ etwa greift aktuelle medienpolitische Fragen auf, z. B. „Journalistinnen in der Kriegsberichterstattung“, „Medien in der Einwanderungsgesellschaft“, das interne Mentoring-Programm unterstützt junge Kolleginnen und fördert die Sichtbarkeit und Vernetzung von Frauen im Journalismus. Im Watch-Salon wirft der jb einen kritisch-feministischen Blick darauf, ob und wie Frauen in den Medien und der Gesellschaft vorkommen, mitreden und entscheiden – oder eben nicht. Mit drei Preisen jährlich fördert der Journalistinnenbund den Qualitätsjournalismus von Frauen: Er unterstützt den Nachwuchs mit dem „Marlies-Hesse-Nachwuchspreis“, zeichnet herausragende Berichterstattung zu aktuellen Themen mit dem „Courage-Preis für aktuelle Berichterstattung“ aus, und mit der „Hedwig-Dohm-Urkunde“ würdigt er die Arbeit erfahrener Kolleginnen. Was gendersensible Medienarbeit konkret heißt, wird ab Sommer 2019 ein Webportal veranschaulichen: www.genderleicht.de, das vom Bundesfamilienministerium gefördert wird, bietet neben guten Argumenten fachlichen Rat und praktische Tools, mit denen sich die Qualität der Berichterstattung merklich steigern lässt.

 

Mehr unter: www.journalistinnen.de
MaLisa Stiftung
Die MaLisa Stiftung wurde 2016 von Maria und Elisabeth Furtwängler gegründet. Ihr Ziel ist eine freie, gleichberechtigte Gesellschaft, in der alle Geschlechter ihre Potenziale voll entfalten können. Die Stiftung engagiert sich auf internationaler Ebene für die Beendigung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen. In Deutschland setzt sie sich für gesellschaftliche Vielfalt und die Überwindung einschränkender Rollenbilder, insbesondere in den Medien, ein. Gemeinsam mit Partnerinnen und Partnern aus der Branche regt die MaLisa Stiftung wissenschaftliche Untersuchungen zu Geschlechterdarstellungen in den deutschen Medien an. Sie identifiziert Handlungsbedarf? sowie Lösungsansätze und unterstützt deren Verbreitung und Umsetzung in Deutschland. 2017 stellte die MaLisa Stiftung die Ergebnisse der bislang umfassendsten Studie Geschlechterdarstellungen im deutschen Film und Fernsehen, durchgeführt von der Universität Rostock, vor. 2018 wurde in einem nächsten Schritt untersucht, wie es um die Geschlechterdarstellung und Selbstinszenierung bei YouTube und Instagram sowie in Musikvideos bestellt ist.

 

Mehr unter: www.malisastiftung.org

 

 

Mörderische Schwestern e.V.

Mörderische Schwestern e.V. setzt sich das Ziel, die von Frauen verfasste deutschsprachige Krimiliteratur zu fördern. Die knapp 600 Autorinnen aus mehreren europäischen Ländern unterstützen sich gegenseitig in allen schriftstellerischen Bereichen rund um den Krimi. Ob klassische Arbeit am Text, Tipps zu Veröffentlichungsmöglichkeiten, Fachfragen zu Forensik, Rechtlichem oder dem Erfahrungsaustausch, die Mörderischen Schwestern helfen sich untereinander soweit es geht. Hinzu kommt ein verstärktes politisches Engagement des Vereins in den letzten Jahren, vor allem zu Fragen des Urheberrechts. Seit einigen Jahren vergeben die Mörderischen Schwestern ein Arbeitsstipendium in Höhe von 1.500 Euro für Autorinnen deutscher Sprache in der Spannungsliteratur, da es gerade Frauen sind, die durch Alters- oder Aufenthaltsbeschränkungen weniger Chancen haben, an klassischen Stipendienausschreibungen teilzunehmen. Des Weiteren verleiht das Netzwerk seit 2009 alle drei Jahre „Die goldene Auguste“ an eine Person, die sich um den von Frauen geschriebenen Krimi verdient gemacht hat. Zuletzt erhielten 2015 Nina George und 2018 Zoë Beck den Preis aufgrund ihres Engagements unter anderem für die Rechte der Autorenschaft in der Buchbranche, der Stärkung von Frauen in Literatur und Gesellschaft und für das Urheberrecht in der digitalen Gesellschaft. Einmal im Jahr treffen sich die Mörderischen Schwestern in Deutschland zur Vollversammlung. Hinzu kommen Aktivitäten vor Ort in den „Regiogruppen“, wo Lesungen, insbesondere die von den Mörderischen Schwestern konzipierte „Ladies Crime Night“, organisiert, Fachtreffen und Besichtigungen veranstaltet oder Schreibwochenenden abgehalten werden.

 

Mehr unter: www.moerderische-schwestern.eu

 

 

Music Industry Women
Der Monitoringbericht des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie von 2013 mit seinen Daten zu Frauen in der Musikwirtschaft gab den Ausschlag für die Gründung von Music Industry Women. Die Musikwirtschaft lag mit ihrem Frauenanteil von 42,9 Prozent im Bereich Tonträger und Musikverlage zwar im Mittelfeld der Kultur- und Kreativwirtschaft, ein Blick auf die Führungsebene offenbarte jedoch ein großes Ungleichgewicht und die Unterrepräsentation von Frauen. Seit 2015 besteht daher Music Industry Women, ein Netzwerk für Frauen in der Musikwirtschaft innerhalb des Verbandes unabhängiger Musikunternehmen (vut). Das Netzwerk wurde gegründet, um mehr Sichtbarkeit und Mitgestaltung von Frauen in der Musikbranche zu erreichen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf Frauen in Führungsverantwortung und als Gründerinnen. Dazu wurde ein Mentoring-Programm ins Leben gerufen, dessen bereits dritte Runde im Sommer dieses Jahres startet. Darüber hinaus versteht sich Music Industry Women als Plattform für Vernetzung, Austausch und Weiterbildung.

 

Mehr unter: www.vut.de/vut/gremien/music-industry-women/

 

 

PRO QUOTE FILM
Unsere bisherigen Erfolge bestätigen: die Filmbranche will sich verändern, aber sie muss sich dafür noch viel mehr in ihren Strukturen und Inhalten bewegen. Um zukunftsfähig zu werden, ja um demokratisch zu bleiben, muss die Debatte um Qualität geführt werden. Die derzeit produzierten Filmbilder, deren politische und kulturelle Implikationen selbst, müssen zum Gegenstand der Kritik gemacht werden. Unsere Gesellschaft ist divers, bunt und vielfältig – aber viele Menschen und ihre Perspektiven kommen nicht vor. Durch unsere Arbeit wollen wir nicht nur mehr Vielfalt und Gleichberechtigung vor und hinter der Kamera, wir wollen vor allem die Bedingungen von Sichtbarkeit verändern. Deshalb richtet auch Pro Quote Film folgende Forderungen an die Filmförderungsgesellschaften: Wir fordern transparente Förderkriterien und -entscheidungen, gleichberechtigten Zugang zu den Ressourcen, einen fairen Wettbewerb und Chancengleichheit für alle Filmschaffenden. Wir fordern die Einführung von Diversitätsstandards und eine Geschlechterquote. Darüber hinaus halten wir eine grundsätzliche Reformierung und Verschlankung der Filmfördergesell- schaften für unabdingbar. Nur so kommt das Geld da an, wo es hingehört: in die Hände der Vielen, der vielen filmschaffenden Menschen vor und hinter der Kamera. Die ausgewogene Vergabe von Aufträgen, Fördermitteln und Ressourcen an Frauen und Männer zu gleichen Teilen ist eine Grundbedingung der Demokratie. Chancengleichheit, unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Elternhaus und Hautfarbe muss Selbstverständlichkeit werden.

 

Mehr unter: www.proquote-film.de
Theater.Frauen

Warum gibt es nach wie vor so wenige Intendantinnen? Wie bekommt man als junge Regisseurin den Fuß in die Bühnentür? Wie können sich Frauen in Theaterberufen besser vernetzen? Diese Fragen stellten im Januar 2015 Frauen aus der Theaterpraxis, der Wissenschaft und der Kulturpolitik im Rahmen des Symposium Theater.Frauen an der Freien Universität Berlin. Im Anschluss fiel der Entschluss, Theater.Frauen zu einer Plattform zu machen, über die sich Frauen vernetzen, austauschen und ihre Ideen teilen können. Ziel ist es, dass Frauen im Theater sowohl auf beruflicher Ebene gleichgestellt werden, als auch inhaltlich genauso vielseitig repräsentiert werden wie die männlichen Kollegen. Theater.Frauen ist somit eine Community, in der tolle Stücke und Produktionen von/mit/über interessante Frauen vorgestellt werden, in der man sich Rat einholen kann, Probleme diskutiert, Mentorinnenschaften geknüpft, Jobangebote geteilt werden können und und und …

 

Mehr unter: www.facebook.com/theater.frauen

 

Women in Film and Television Germany
Ein internationales Businessnetzwerk für Frauen in der Film- und Fernsehbranche und den digitalen Medien – genau das ist Women in Film and Television Germany (WIFT). WIFT Germany vernetzt Medienfrauen und bietet ein Forum für kontinuierlichen Austausch, kollegiale Unterstützung und professionelle Zusammenarbeit. WIFT Germany ist Teil des globalen Netzwerks WIFT International, in dem gut 20.0000 Frauen auf 6 Kontinenten in 50 Chaptern organisiert sind. WIFT Germany setzt sich für die Sichtbarkeit von Frauen in der Medienbranche ein – nicht nur am Filmset sondern auch auf Panels und Märkten; außerdem für die Gleichstellung und die gleiche Bezahlung von Frauen und Männern in allen Bereichen der Medienbranche: In den Redaktionen und Produktionsfirmen, bei der Filmförderung und am Set, vor und hinter der Kamera. Weiteres Ziel ist es, eine differenzierte Darstellung der Rollenbilder von Männern und Frauen in Film und Fernsehen zu erreichen. Damit dies gelingt, organisiert WIFT Germany regelmäßige Branchentreffen, Weiterbildungen und Screenings in Berlin, Hamburg, Hannover, Frankfurt, Köln, München und Stuttgart und veranstaltet Events zur Berlinale, dem Internationalen Frauenfilmfestival Dortmund | Köln, dem Filmfest Hamburg und dem Filmfest München, der SoundTrackCologne und dem Braunschweig International Filmfestival.

 

Mehr unter: www.wiftg.de


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