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D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt

In der Initiative D64 haben sich Personen zusammengeschlossen, die in verschiedenen Formaten die Entwicklung der Digitalisierung begleiten und politisch gestalten wollen. Die Initiative D64 wählt hierzu sowohl Offline-Formate wie Veranstaltungen, Studien, Buchprojekte als auch Online-Aktivitäten wie z. B. politische Blogs und Netzwerke. Ziel ist laut Satzung die „substanzielle Unterstützung der öffentlichen Debatte um die gesellschaftliche Veränderung durch das Internet, insbesondere im Hinblick auf die politische Entwicklung der Demokratie in Deutschland.“ D64 tritt für eine höhere Wahrnehmung netzpolitischer Themen in informierter Öffentlichkeit und Gesellschaft ein und ist hierfür insbesondere durch die Förderung der Volksbildung und der Wissenschaft und Forschung, insbesondere auf den Gebieten der Informatik, Kommunikationswissenschaften sowie Demokratie und Gesellschaftsforschung aktiv.

www.d-64.org

 

DEFA-Stiftung

Die im Jahr 1998 von der Bundesrepublik Deutschland errichtete DEFA-Stiftung hat die Aufgabe, DEFA-Filme zu erhalten, der Öffentlichkeit nutzbar zu machen und die deutsche Filmkultur und -kunst zu fördern. Der DEFA-Filmstock bildet das Vermögen der DEFA-Stiftung. Er umfasst die gesamte Kinoproduktion der DDR-Filmstudios. Insgesamt umfasst der DEFA-Filmstock: 950 Spielfilme und Kurzspielfilme, 820 Animationsfilme, 5.800 Dokumentarfilme und Wochenschauen, 4.000 deutschsprachige Synchronisationen ausländischer Filme. Weiter gehören zum Vermögen: nicht veröffentlichte und Restmaterialien aus der DEFA-Produktion, Fotos, Plakate, Drehbücher und ihre literarischen Vorstufen, Werbematerialien, Partituren und Zulassungsunterlagen. Die DEFA-Stiftung fördert u. a. die wissenschaftliche und publizistische Erschließung des DEFA-Filmstocks sowie filmkulturelle Veranstaltungen. Weiter vergibt sie Stipendien zur Entwicklung deutscher Filmkultur und der Vorbereitung filmkünstlerischer Arbeiten.

www.defa-stiftung.de

 

Demografischer Wandel

Unter demografischem Wandel wird die Veränderung der Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungszusammensetzung verstanden. Dabei werden folgende Faktoren besonders in den Blick genommen: regionale Zuzüge und Fortzüge, Geburten- und Sterbefallentwicklung, quantitative Entwicklung des Verhältnisses von Frauen und Männern, der Altersaufbau der Bevölkerung sowie der Anteil von Ausländern an der Bevölkerung. Der demografische Wandel wird oft unter dem Stichwort „älter, bunter, weniger“ zusammengefasst. Damit wird ausgedrückt, dass der Altersdurchschnitt der Bevölkerung steigt, mehr Migranten in Deutschland leben und insgesamt die Bevölkerungszahl in Deutschland sinkt. Der demografische Wandel verläuft in den verschiedenen Regionen in Deutschland unterschiedlich. Während einige Regionen noch Zuwächse an Bevölkerung verzeichnen können, ist in anderen eine Abnahme der Bevölkerung bereits deutlich spürbar.

 

Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Das Denkmal für die ermordeten Juden Europas ist der Erinnerungsort an die Opfer der Shoah in Berlin. An zentraler Stelle in Berlin erinnert ein Stelenfeld an Deportation und Ermordung der Juden Europas. Ergänzt wird das Stelenfeld von einem Ort der Information unter dem Stelenfeld. Das Denkmal für die ermordeten Juden Europas geht auf die Initiative eines privaten Förderkreises zurück, der von der Journalistin Lea Rosh im Jahr 1988 gegründet wurde. Auf die Gründung erfolgte ein über ein Jahrzehnt andauernder Diskussionsprozess bis schließlich im Jahr 1999 der Deutsche Bundestag den Entschluss fasste, das Denkmal für ermordeten Juden Europas zu bauen. Die vom Bund errichtete Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas war Bauherr des Stelenfelds und ist nun für den Betrieb verantwortlich. Die Stiftung ist zugleich für das „Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen“ sowie das „Denkmal für die ermordeten Sinti und Roma“ zuständig.

www.stiftung-denkmal.de

 

Deutsche Bischofskonferenz

In der Deutschen Bischofskonferenz haben sich die katholischen Bischöfe aller Diözesen in Deutschland zusammengeschlossen. Die Deutsche Bischofskonferenz tritt jeweils im Frühjahr und im Herbst zur Vollversammlung zusammen. Zu den Aufgaben der Deutschen Bischofskonferenz zählen: Studium und Förderung gemeinsamer seelsorgerlicher Aufgaben, gegenseitige Beratung, notwendige Koordinierung der kirchlichen Arbeit, gemeinsame Entscheidungen, Pflege der Verbindung zu anderen Bischofskonferenzen. Die Deutsche Bischofskonferenz hat elf Kommissionen eingerichtet, in denen Sachfragen debattiert werden. Zu diesen Kommissionen zählt auch die Kommission für Wissenschaft und Kultur. Neben dem Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz in Bonn unterhält die Deutsche Bischofskonferenz in Berlin das Katholische Büro, das die Lobbyarbeit für die Katholische Kirche in Berlin macht. Es beobachtet die Gesetzgebung des Bundes, gibt Stellungnahmen zu Gesetzgebungsvorhaben ab und führt Beschlüsse der Organe der Deutschen Bischofskonferenz durch.

www.dbk.de

 

Deutsche Forschungsgemeinschaft

Im Jahr 1920 wurde die „Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft“ gegründet, deren Name 1929 in „Deutsche Gemeinschaft zur Erhaltung und Förderung der Forschung“ (Deutsche Forschungsgemeinschaft) geändert wurde. Aufgabe der Deutschen Forschungsgemeinschaft war es, finanzielle Mittel für Forschung bereitzustellen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft stellte sich zwischen 1933 und 1945 in den Dienst des NS-Regimes. Im Jahr 1949 wurde die „Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft“ auf Initiative von Hochschulen, des Stifterverbands für die deutsche Wissenschaft und der Kultusministerien der Länder in Bonn gegründet. Im selben Jahr erfolgte die Gründung des wissenschaftspolitisch ausgerichteten „Deutschen Forschungsrates“. Hieran waren die Max-Planck-Gesellschaft und die Akademien der Wissenschaften in Göttingen, Heidelberg und München beteiligt. Im Jahr 1951 fusionierten beide Institutionen zur Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Mitglieder der DFG sind forschungsintensive Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, wissenschaftliche Verbände und die Akademien der Wissenschaften. Die DFG unterstützt Forschungsvorhaben finanziell. Die Mittel für ihre Arbeit erhält sie von Bund und Ländern, die in den Bewilligungsgremien vertreten sind. Wichtige Ziele der DFG sind die Unterstützung der interdisziplinären und internationalen Zusammenarbeit sowie die Förderung wissenschaftlicher Exzellenz. Die DFG berät Politik und Verwaltung zu wissenschaftsrelevanten Fragen.

www.dfg.de

 

Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit

Die Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) wurde im Jahr 2010 durch den Zusammenschluss der Deutschen Gesellschaft für technische Zusammenarbeit, des Deutschen Entwicklungsdienstes und der Internationalen Weiterbildung und Entwicklung gGmbH (InWent) gegründet. Die GIZ ist ein Bundesunternehmen. Sie übernimmt Aufträge und Dienstleistungen im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit und entsendet Fachkräfte in sogenannte Entwicklungsländer. Wichtige Ziele der GIZ sind die nachhaltige Entwicklung und die internationale Bildungsarbeit. Neben dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit arbeitet die GIZ unter anderem mit dem Auswärtigen Amt sowie dem Bundesministerium für Bildung und Forschung zusammen. Weiter kooperiert die GIZ mit der Privatwirtschaft und sucht den Dialog mit der Zivilgesellschaft.

www.giz.de

 

Deutsche Gesellschaft für technische Zusammenarbeit

Die Deutsche Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ) wurde im Jahr 1975 in der Rechtsform einer GmbH gegründet. Sie ging aus der „Bundesstelle für Entwicklungshilfe“ und der „Deutschen Fördergesellschaft für Entwicklungsländer“ hervor. Einziger Gesellschafter war die Bundesrepublik Deutschland. Hauptaufgabe der GTZ war die technische Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern durch die Entsendung von Fachkräften, die Erstellung von Studien, Finanzierungsbeiträgen und die Erstellung von Anlagen und Bauten. Im Jahr 2010 wurden die GTZ, der Deutsche Entwicklungsdienst und die Internationalen Weiterbildung und Entwicklung gGmbH (InWent) zur Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) verschmolzen. Die GIZ hat ihre Arbeit im Januar 2011 aufgenommen.

 

Deutsche Künstlerhilfe

Die Deutsche Künstlerhilfe wurde 1953 von Bundespräsident Theodor Heuss gegründet. Durch die Deutsche Künstlerhilfe, auch Ehrengaben des Bundespräsidenten genannt, können Künstler aller künstlerischen Sparten unterstützt werden, die in wirtschaftliche Not geraten sind. Wichtige Gründe sind dabei Alter, Krankheit oder widrige Umstände. Sie ist für Künstler gedacht, die eine kulturelle Leistung für die Bundesrepublik Deutschland erbracht haben. Es handelt sich bei den Leistungen aus der Deutschen Künstlerhilfe um Ehrengaben des Bundespräsidenten und nicht um Sozialleistungen im sozialrechtlichen Sinne. Finanziert wird die Deutsche Künstlerhilfe aus Mitteln des Bundes, der Länder und Spenden.

 

Deutsche Literaturkonferenz

In der Deutschen Literaturkonferenz haben sich Verbände und Institutionen des literarischen Lebens zusammengeschlossen. Satzungszweck ist die Förderung der deutschen Literatur. Die Deutsche Literaturkonferenz will darauf hinwirken, dass die Literatur die ihr gebührende gesellschaftliche Bedeutung erhält und ihre Stellung gestärkt wird. Innerhalb der Deutschen Literaturkonferenz findet auch eine Diskussion und Verständigung zu rechtlichen Fragen statt, die das literarische Leben bzw. die Bereitstellung von Literatur betreffen. Die Deutsche Literaturkonferenz vertritt die Sparte Literatur im Deutschen Kulturrat.

www.literaturkonferenz.de

 

Deutsche UNESCO-Kommission

Noch vor dem Beitritt Deutschlands zur UNESCO im Jahr 1951 wurde bereits 1950 die Deutsche UNESCO-Kommission (DUK) gegründet. Sie wird als Mittlerorganisation der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik vom Auswärtigen Amt gefördert. Aufgabe der DUK ist zum einen als nationale Stelle alle Programmbereiche der UNESCO umzusetzen. Weiter nimmt sie laut Satzung folgende Aufgaben wahr: Beratung der Bundesregierung, des Bundestags und anderer zuständiger Stellen in allen Fragen, die sich aus der Mitgliedschaft Deutschlands in der UNESCO ergeben; Mitwirkung an der Ausgestaltung Deutschlands in der UNESCO, hier Entwicklung und Umsetzung von Beiträgen zur Völkerverständigung und internationalen Zusammenarbeit; Entwicklung einer weltoffenen und nachhaltigen Wissensgesellschaft in Deutschland; Förderung der internationalen Verständigung, der Weltoffenheit und des kulturellen Engagements von Jugendlichen; Unterrichtung der Öffentlichkeit über Zwecke und Arbeit der DUK. In allen 195 Mitgliedstaaten der UNESCO gibt es nationale Kommissionen. Diese nationalen Kommissionen, die es in den anderen UN-Sonderorganisationen nicht gibt, haben die besondere Aufgabe in ihren Ländern, die Organisationen und Institutionen in die Arbeit einzubeziehen, die sich mit Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation befassen. Die Deutsche UNESCO-Kommission ist Mitglied im Rat für Soziokultur und kulturelle Bildung und darüber dem Deutschen Kulturrat verbunden.

www.unesco.de

 

Deutsche Welle

Die Deutsche Welle (DW) ging im Jahr 1953 als deutschsprachiger Radiosender auf Sendung. Sie ist eine öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt, die im Unterschied zu den anderen öffentlich-rechtlichen Sendern nicht aus Gebühren, sondern aus Steuermitteln finanziert wird. Finanziert wird die Deutsche Welle aus dem Etat Der Beauftragten für Kultur und Medien. Bis zum Jahr 1980 wurde das Sprachangebot im Radio auf 30 Sprachen ausgeweitet. Neben dem Radioprogramm gibt es seit 1992 das über Satellit gesendete Deutsche Welle Fernsehen. Seit 1994 arbeitet die Deutsche Welle trimedial. Im Mittelpunkt der Arbeit steht der interkulturelle Dialog. Die Deutsche Welle informiert journalistisch unabhängig über Ereignisse und Entwicklungen in Deutschland und Europa. In zunehmendem Maße sendet die Deutsche Welle in englischer Sprache. Die deutschsprachigen Angebote richten sich an Menschen mit guten deutschen Sprachkenntnissen. Weiter vermittelt die Deutsche Welle in ihren Angeboten die deutsche Sprache. Die Deutsche Welle arbeitet eng mit den Mittlerorganisationen der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik zusammen. Eine besondere Zusammenarbeit besteht mit dem Goethe-Institut, dem Deutschen Akademischen Austauschdienst, dem Institut für Auslandsbeziehungen, der Alexander von Humboldt-Stiftung und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit. In der Deutsche Welle Akademie werden unter anderem Journalisten aus aller Welt weitergebildet.

www.dw.de

 

Deutscher Akademischer Austauschdienst

Der Akademische Austauschdienst wurde im Januar 1925 in Heidelberg gegründet und förderte zunächst Stipendiaten in den Disziplinen Sozial- und Staatswissenschaften. Bereits im Oktober weitete sie nach dem Umzug nach Berlin ihre Tätigkeit auf alle wissenschaftlichen Disziplinen aus. Ziel war es, ausländische Studierende bei Studienaufenthalten in Deutschland zu unterstützen und deutschen Studierenden ein Studium im Ausland zu ermöglichen. Im Jahr 1933 wurde der Akademische Austauschdienst gleichgeschaltet. Im Jahr 1950 wurde der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) in Bonn gegründet. Bereits im Jahr 1952, noch vor der Aufnahme diplomatischer Beziehungen, eröffnete der DAAD eine Außenstelle in London. Heute ist der DAAD die deutsche Förderorganisation für den internationalen Austausch von Studierenden und Wissenschaftlern. Darüber hinaus unterstützt der DAAD die Auslandsgermanistik, fördert die Internationalität deutscher Hochschulen und berät in kultur-, bildungs- und entwicklungspolitischen Fragen. Der DAAD zählt zu den Mittlerorganisationen der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik.

www.daad.de

 

Deutscher Kulturrat

Der Deutsche Kulturrat wurde 1981 als lose Arbeitsgemeinschaft von Bundeskulturverbänden und -organisationen in Bonn gegründet. Gründungsmitglieder waren acht Sektionen: Deutscher Musikrat, Rat für darstellende Künste, Arbeitsgemeinschaft Literatur, Kunstrat, Rat für Baukultur, Deutscher Designertag, Sektion Film, Rat für Soziokultur. Sie repräsentieren die verschiedenen künstlerischen Sparten. Der Deutsche Kulturrat setzt sich seit seiner Gründung für eine deutlich sichtbare Bundeskulturpolitik und die Verbesserung der Rahmenbedingungen für Kunst und Kultur ein. 1995 löste sich die Arbeitsgemeinschaft Literatur auf und die Deutsche Literaturkonferenz vertritt seither den Literaturbereich im Deutschen Kulturrat. 1995 gab sich der Deutsche Kulturrat die Struktur eines eingetragenen Vereins. Mitglieder sind die acht Sektionen: Deutscher Musikrat, Rat für darstellende Kunst und Tanz, Deutsche Literaturkonferenz, Deutscher Kunstrat, Rat für Baukultur, Sektion Design, Sektion Film und audiovisuelle Medien, Rat für Soziokultur und kulturelle Bildung. Ziel des Deutschen Kulturrates ist es, bundesweit spartenübergreifende Fragen in die kulturpolitische Diskussion auf allen Ebenen einzubringen. Der Deutsche Kulturrat ist der Ansprechpartner der Politik und Verwaltung des Bundes, der Länder und der Europäischen Union in allen die einzelnen Sparten des Deutschen Kulturrates e. V. übergreifenden kulturpolitischen Angelegenheiten. Im Jahr 1998 hat sich der Deutsche Kulturrat intensiv für die Einrichtung des Amtes Des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, einen Ausschuss für Kultur und Medien im Deutschen Bundestag und eine Kultur-Enquete eingesetzt.

www.kulturrat.de

 

Deutscher Kunstrat

Im Deutschen Kunstrat haben sich bundesweit organisierte Verbände der bildenden Künstler, der Kunstvermittler und Kunstverwerter sowie der Museen zusammengeschlossen. Er vertritt die Interessen des Kunstbetriebs und hat insbesondere das Ziel, der bildenden Kunst die gebührende Geltung zu verschaffen und die kulturpolitischen Rahmenbedingungen mitzugestalten. Der Deutsche Kunstrat vertritt die Interessen der bildenden Kunst im Deutschen Kulturrat.

www.deutscher-kunstrat.de

 

Deutscher Musikrat

Der Deutsche Musikrat wurde 1953 in Bonn gegründet. Seine Gründung ging vom Internationalen Musikrat, einer Nichtregierungsorganisation der UNESCO, aus. Mitglieder des Deutschen Musikrates sind 86 Fachverbände des musikalischen Lebens, sechzehn Landesmusikräte, 27 beratende Mitglieder, die herausragende Repräsentanten des musikalischen Lebens in Deutschland sind, und 53 Ehrenmitglieder, die sich um das Musikleben besonders verdient gemacht haben. Aufgabe des Deutschen Musikrates ist die Vertretung musikpolitischer Interessen. Dabei vereinigt der Deutsche Musikrat speziell in seinen Fachverbänden die unterschiedlichen Facetten des Musiklebens. Der Deutsche Musikrat versteht sich als größte Bürgerbewegung in Deutschland für ein Musikleben. Neben dem Deutschen Musikrat e. V., der lobbyistisch für die Kultur tätig ist, führt die Deutscher Musikrat gGmbH Projekte zur Förderung des musikalischen Nachwuchses und Wettbewerbe in der Laienmusik durch. Er unterhält weiter als Informationsangebot zum Musikleben das Musikinformationszentrum. Der Deutsche Musikrat vertritt den Musikbereich im Deutschen Kulturrat.

www.musikrat.de

 

Deutscher Presserat

Gegründet wurde der Deutsche Presserat im Jahr 1956, nachdem die Bundesregierung ein Bundespressegesetz auf den Weg bringen wollte. Gründungsmitglieder waren fünf Zeitungsverleger und Journalisten. Vorbild des Deutschen Presserates war das British Press Council. Ziel des Deutschen Presserates war die freiwillige publizistische Selbstkontrolle. Heute wird der Deutsche Presserat von zwei Verlegerverbänden (Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger und Verband Deutscher Zeitschriftenverleger) und zwei Journalistenverbänden (Deutscher Journalisten-Verband und Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union) getragen. Ziel ist das Eintreten für Pressefreiheit und journalistische Grundsätze. Der Deutsche Presserat hat einen Pressekodex verabschiedet. Er unterhält eine Beschwerdestelle, an die sich jeder mit Beschwerden über Online- oder Printmedien wenden kann. Über die Beschwerden entscheiden Beschwerdeausschüsse, die Rügen aussprechen können.

www.presserat.de

 

Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge

Im Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge (Deutscher Verein) haben sich öffentliche und freie Träger der sozialen Arbeit zusammengeschlossen. Sie verfolgen unter anderem folgende gemeinsame Ziele: Empfehlungen für die soziale Arbeit zu erarbeiten, Gutachten zum Sozialrecht zu erstellen, die internationale Zusammenarbeit in der sozialen Arbeit zu fördern, die Forschung und Wissenschaft zur sozialen Arbeit zu fördern sowie Schriften zur sozialen Arbeit herauszugeben. Aufgrund seines breiten Mitgliederspektrums versteht sich der Deutsche Verein auch als Plattform, auf der widerstreitende Ideen und Interessen zur sozialen Arbeit diskutiert und gemeinsame Positionen verdichtet werden.

www.deutscher-verein.de

 

Deutsches Archäologisches Institut

Das Deutsche Archäologische Institut (DAI) geht auf einen Freundeskreis aus Gelehrten, Künstlern und Wissenschaftlern zurück, der 1829 in Rom gegründet wurde und unter der Schirmherrschaft des preußischen Kronprinzen Friedrich Wilhelm IV. stand. 1832 siedelte das Institut nach Berlin um und ab 1859 wurde es regelmäßig vom Königreich Preußen finanziert, 1874 wurde es Reichsinstitut, heute ist das DAI eine Bundesanstalt im Geschäftsbereich des Auswärtigen Amtes und damit Teil der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik. Bereits im 19. Jahrhundert erfolgte die Gründung der Abteilung Athen, im 20. Jahrhundert erfolgten Abteilungsgründungen in Kairo, Istanbul, Madrid, Bagdad und Teheran. Die im DAI tätigen Wissenschaftler führen Ausgrabungen, Expeditionen und andere Projekte vor allem im Ausland durch. Der Arbeitsschwerpunkt ist die archäologische Arbeit, dabei besteht eine enge Zusammenarbeit mit anderen Disziplinen. Ein besonderes Augenmerk wird auf die Bergung und den Erhalt des kulturellen Erbes gelegt.

www.dainst.org

 

Digitale Gesellschaft

Die Digitale Gesellschaft ist ein eingetragener Verein, der die gerechte und demokratische Teilhabe aller Menschen am digitalen und vernetzten Zeitalter zum Ziel hat. Der Verein setzt sich für die Überwindung der digitalen Spaltung ein. Besondere Anliegen sind: Eintreten für Grund- und Freiheitsrechte, eine offene Wissenskultur, weitreichende Transparenz und Beteiligungsmöglichkeiten an politischen Entscheidungsprozessen. Arbeitsschwerpunkte sind unter anderem: Förderung der Verbraucherberatung und des -schutzes, vor allem mit Blick auf die Nutzung des Internets sowie Förderung von Bildung, Wissenschaft und Forschung, speziell in den Disziplinen Informatik, Kommunikationswissenschaft sowie Demokratie und Recht.

www.digitalegesellschaft.de

 

Digitalisierung

Unter Digitalisierung wird die Umwandlung und Speicherung analoger Aufzeichnungen (Schrift, Bild, Ton, Film) auf digitale Speichermedien verstanden. Die Digitalisierung ermöglicht den Transport und die Speicherung großer Datenmengen. Sie soll einen Beitrag zur Langzeitarchivierung von Inhalten leisten.

 

Mehr als 200 Schlüsselwörter der Kulturpolitik hat Olaf Zimmermann in seinem Buch Kulturpolitik auf den Punkt gebracht – Kommentare und Begriffe zusammengetragen. Dieses „kulturpolitische Alphabet“ bildet eine informative Kurzübersicht zur Kulturpolitik und kann hier kostenfrei durchsucht werden.

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