48. KW: Zur kulturpolitischen Stimmung im Deutschen Bundestag

  1. Zur kulturpolitischen Stimmung im Deutschen Bundestag
  2. Bundestag: Deutsch-israelische Kulturbeziehungen und Antisemitismus im Kulturbereich
  3. NEU! Politik & Kultur 12/25-1/26
  4. Jetzt Nachschauen: „JaAberUnd“: Das Bewahren bewahren – ein Studiengang in Gefahr
  5. Herzliche Einladung! „Gutes Wohnen statt schneller Bauen“ am 03.12.25 um 19 Uhr
  6. Personennachrichten
  7. Ab jetzt vorbestellen: Handbuch Gameskultur 2.0
  8. Jetzt beim Aktionstag „Zusammenhalt in Vielfalt“ mitmachen!
  9. Text der Woche: „Es gibt kein Wort für alle Wörter – Die Bedeutung von Sprache für die Integration“ von Saša Stanišić

 


 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

am 26.11.2025 fand die zweite und dritte Lesung des Haushalts von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer statt. Dabei stand bei den Abgeordneten der Oppositionsfraktionen Andreas Audretsch, MdB (Bündnis 90/Die Grünen), Götz Frömming, MdB (AfD), Sven Lehmann, MdB (Bündnis 90/Die Grünen) und David Schliesing, MdB (Die Linke) auch die Person Wolfram Weimer bzw. seine Firma Weimer Media Group und mögliche Verquickungen mit dem Amt in der Kritik.

 

Götz Frömming, MdB (AfD) bekannte zu Beginn seines Redebeitrags, dass er mit Amtsantritt von Kulturstaatsminister Weimer gehofft hatte, dass mit „Gendergaga“ und Postkolonialismus gebrochen würde. Diese Hoffnung wurde getäuscht und Weimer ist, so Frömming, eine Komplizenschaft mit dem „weit linksstehenden“ Kulturbetrieb eingegangen. Seines Erachtens gehört Weimer zu einer Tegernsee-Connection und vermischt Unternehmen mit Amt. Er solle daher zurücktreten.

 

Sven Lehmann, MdB (Bündnis 90/Die Grünen) kritisiert keine klare Trennung von Amt und Unternehmen bei Kulturstaatsminister Weimer. Mit Blick auf den BKM-Haushalt sieht er wenig Gutes und führt Kürzungen in der Freien Szene und beim Fonds Soziokultur an. Hinsichtlich der Filmförderung lobt er zwar den Mittelaufwuchs, mahnt aber als deutlich notwendigeres Instrument das von der Filmbranche geforderte Steueranreizmodell an. Aus seiner Sicht hat Kulturstaatsminister Weimer den Kulturpass „auf dem Gewissen“, der „mit fadenscheinigen Argumenten“ abgeschafft werden soll. Das ist, so Lehmann, die falsche Prioritätensetzung in der Kultur.

 

Auch David Schliesing, MdB (Die Linke) spricht von einem Interessenkonflikt zwischen Amt und unternehmerischen Handeln von Kulturstaatsminister Weimer und sieht vor allem ein demokratieerschütterndes Problem. Was den Haushalt betrifft, sieht er ihn Lichtjahre von dem von Weimer apostrophierten Leuchtland entfernt. Er spricht Kürzungen bei den Internationalen Produktionshäusern und der Deutschen Welle an. Der Aufwuchs kommt nur dem Film und nicht den Kinos zugute, so Schliesing. Die Aktivrente wird, so Schliesing, von Der Linken grundsätzlich abgelehnt. Wenn sie kommen sollte, geht aber gar nicht, dass die in der Künstlersozialkasse Versicherten ausgeschlossen werden. Schliesing spricht sich abschließend für das Staatsziel Kultur aus.

 

Kerstin Radomski, MdB (CDU/CSU) hebt hervor, dass zwei Haushalte in einem Jahr aufzustellen und zu beraten, eine enorme Herausforderung darstellt. Sie hofft, dass ab dem kommenden Jahr wieder eine reguläre Haushaltsaufstellung erfolgt und Verlässlichkeit entsteht. Aus dem Kulturetat hebt sie besonders den Aufwuchs bei Kulturbauten und im Denkmalschutzsonderprogramm hervor sowie die Stärkung der Erinnerungskultur.

 

Martin E. Renner, MdB (AfD) unterstreicht, dass Kunst und Kultur sich ohne staatliche Belehrung frei entfalten können sollten. Im BKM-Haushalt sieht er allerdings „Wokeness“ und „Klimareligion“ walten. Die Deutsche Welle „verschlingt“ seines Erachtens „enorme Summen“, ist ein „Propagandaapparat“ und kommt der gesetzlichen Verpflichtung, die deutsche Sprache zu fördern, nicht nach. Die Serienförderung bezeichnet er als Indoktrination und fordert die Streichung der Mittel. Insgesamt wird seines Erachtens ein ideologischer Sumpf gefördert, der trockengelegt werden muss. Es müsse mehr Trumpismus und eine unabhängige, freie Kultur geben.

 

Matthias Helferich, MdB (Afd) beklagte, dass Mittel des Oberschlesischen Museums in Ratingen gestrichen, aber das Museum of West African Art in Nigeria als „postkoloniales Sühneprojekt“ gefördert würde. Generell kritisiert er, dass bei der Erinnerungskultur insgesamt stets die Sühne im Mittelpunkt steht. Es müsse seines Erachtens um Vergebung gehen. Er empfiehlt Kulturstaatsminister Weimer die rechte Buchmesse „Seitenwechsel“ zu besuchen, dort würde er förderungswürdige Verlage und keine „feisten Staatskünstler“ finden.

 

Ottilie Klein, MdB (CDU/CSU) unterstreicht die Bedeutung der Erinnerungskultur, speziell die Erinnerung an die Shoah, als konstitutiv für Deutschland. Sie beklagt den bestehenden Antisemitismus aus Deutschland, der unterschiedlich motiviert ist und betont, dass jeder Form der Holocaust-Verleugnung oder -Verharmlosung entgegengetreten werden muss. Dies spiegelt sich im Haushalt wider ebenso das Gedenken an das SED-Unrecht. Als besonders wichtig erachtet sie die Stärkung des deutschen Films und zwar als Kultur- und als Wirtschaftsfaktor. Die Vielfalt und die Exzellenz der Kultur gilt es zu stärken.

 

So ist die Stimmung im Moment im Bundestag!

 

Ihr

Olaf Zimmermann
Geschäftsführer des
Deutschen Kulturrates

 


 

2. Bundestag: Deutsch-israelische Kulturbeziehungen und Antisemitismus im Kulturbereich

 

Der Ausschuss für Kultur und Medien des Deutschen Bundestages widmet seine 11. Sitzung am 03. Dezember einem Fachgespräch zu Deutsch-israelischen Kulturbeziehungen und Antisemitismus im Kulturbereich.

 

Im Fachgespräch sprechen unter anderem Vertreterinnen und Vertreter des Jüdischen Museums Berlin, der Bildungsstätte Anne Frank, des Deutschen Kulturrates, des Zentrums für Antisemitismusforschung sowie der Bundesregierung.

 

Eingeladen sind:

 

  • Hetty Berg, Jüdisches Museum Berlin
  • Botschaft des Staates Israel (angefragt)
  • Dr. Marcus Funck, Zentrum für Antisemitismusforschung (TU Berlin)
  • Stella Leder, Institut für Neue Soziale Plastik
  • Prof. Dr. Meron Mendel, Bildungsstätte Anne Frank
  • Chaim Noll, Schriftsteller und Journalist
  • Dr. Josef Schuster, Zentralrat der Juden in Deutschland
  • Olaf Zimmermann, Deutscher Kulturrat

 

Für die Bundesregierung: Staatsminister Dr. Wolfram Weimer, Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien

 

  • Lesen Sie hier eine kurze Übersicht über die Positionen des Deutschen Kulturates für die Mitglieder des Ausschusses für Kultur und Medien des Deutschen Bundestags zum öffentliches Fachgespräch zum Thema „Deutsch-israelische Kulturbeziehungen/Antisemitismus im Kulturbereich“.
  • Die Sitzung ist öffentlich und wird live auf www.bundestag.de übertragen; der Stream steht anschließend in der Mediathek bereit.

 

Termin: Mittwoch, 3. Dezember 2025, 15.30 Uhr
Ort: Paul-Löbe-Haus, Sitzungssaal 4.400, Berlin
Teilnahme vor Ort: Anmeldung per E-Mail bis Montag, 1. Dezember 2025, mit Vor- und Zuname sowie Geburtsdatum an *protected email*

 

Der Deutsche Kulturrat und seine 285 Mitgliedsverbände stemmen sich mit ganzer Kraft gegen jedwede Form des Antisemitismus. Der Kulturbereich muss dort, wo es Antisemitismus in den eigenen Reihen gibt, zuallererst selbst handeln und dagegenwirken. Um diese Arbeit erfolgreich erledigen zu können, sind ehebliche Ressourcen notwendig zur Schulung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, aber auch zur Absicherung von Veranstaltungen mit jüdischen Künstlerinnen und Künstler. Hier könnte der Kulturstaatsminister mit einem großen Förderprogramm eine deutliche Unterstützung leisten.

 

Weitere Informationen:

 

 


 

3. NEU! Politik & Kultur 12/25-1/26

 

Die neue Ausgabe richtet den Schwerpunkt auf das Thema „Zusammenhalt in Vielfalt“. Die Beiträge zum Thema finden Sie auf den Seiten 15 bis 26.

Im Leitartikel schreibt der Schriftsteller Saša Stanišić über die Sprache und ihre Bedeutung für Verständigung, Verstehen und Integration.

 

Gedenkstätten
Das Bundeskabinett hat eine Gedenkstättenkonzeption verabschiedet. Es geht um die NS-Terrorherrschaft und die SED-Diktatur.

 

Zettelkataloge
Kulturgutschutz sollte nicht nur für Objekte in Museen oder Bibliotheken, sondern auch für deren Ordnungssysteme gelten.

 

Sieg gegen OpenAI

Die GEMA erzielt bei ihrer Klage gegen OpenAI vor dem Landgericht München Erfolg: ein wichtiger Sieg für den Kulturbetrieb.

 

Resonanzen
Die deutsch-israelischen Kulturbeziehungen, ihre Geschichte, ihre Gegenwart und ihre Bedeutung für die Verständigung.

 

Studiengang in Gefahr
Dem Studiengang Konservierung, Restaurierung, Grabungstechnik an der HTW Berlin droht die Schließung.
Außerdem: Editorial: Warum wir mehr Universalgelehrte und Universalkünstler brauchen; politische Bildungsarbeit; inklusives Theater-Festival; Porträt: Christian Spuck; Jahresrückblick: Künstliche Intelligenz und Urheberrecht u.v.m.

 

  • Ein Exemplar in Papierform können Sie hier im Online-Shop versandkostenfrei bestellen
  • Die Winter-Doppelausgabe von Politik & Kultur mit dem Schwerpunkt „Zusammenhalt in Vielfalt“ steht hier auch als E-Paper (PDF-Datei) zum Herunterladen bereit

 

4. Jetzt als Video! „JaAberUnd“: Das Bewahren bewahren – ein Studiengang in Gefahr

 

In der dreizehnten Folge der Online-Debattenplattform „JaAberUnd“ von Politik & Kultur, der Zeitung des Deutschen Kulturrates, stand die Zukunft des Studiengangs Konservierung, Restaurierung und Grabungstechnik (KRG) an der HTW Berlin im Fokus. Die Hochschule hatte angekündigt, diesen Studiengang schließen zu wollen. Zahlreiche Verbände und Institutionen haben seither gegen die Schließung protestiert.
Die Debatte zeigte, dass der Studiengang in dieser Form einzigartig ist und dass Absolventinnen und Absolventen mit dieser Ausbildung auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt sind. Die Diskutanten waren sich darüber einig, dass die Politik in der Verantwortung steht, Studiengänge mit besonderer Bedeutung für die Gesellschaft zu schützen, statt Entscheidungen über Kürzungen an die einzelnen Hochschulen abzuwälzen. Inhalt der Diskussion waren auch mögliche Lösungsansätze, z. B. durch Kooperationen mit externen Partnern.

 

Es diskutierten:

 

  • Prof. Dr. Annabella Rauscher-Scheibe, Präsidentin der HTW
  • Prof. Dr. Lutz Strobach, Professor für Konservierung und Restaurierung moderner Materialien und technischem Kulturgut
  • Prof. Dr. Matthias Wemhoff, Geschäftsführer und Vorstandsmitglied des Deutschen Verbandes für Archäologie
  • Prof. Dr. Jan Raue, Verband der Restauratoren
  • Benjamin Mikuteit, Student des Studiengangs an der HTW
  • Olaf Zimmermann, Geschäftsführer Deutscher Kulturrat und Herausgeber von Politik & Kultur

 

Moderation: Barbara Haack, Leitung Kommunikation des Deutschen Kulturrates
Die Debatte kann hier auf YouTube nachgeschaut werden.

 


 

5. Herzliche Einladung! „Gutes Wohnen statt schneller Bauen“ am 03.12.25 um 19 Uhr

 

Der politische Fokus auf den Bauturbo richtet sich derzeit vor allem auf Beschleunigung: schnellere Genehmigungen, vereinfachte Förderlogiken, mehr Neubau. Doch gutes Wohnen entsteht nicht allein durch Quantität. Es braucht eine Wohnkultur, die räumliche, soziale und kulturelle Qualität in den Mittelpunkt rückt.

 

In der Veranstaltung stellen wir den Schwerpunkt „Wohn-Kultur“ unserer Novemberausgabe Politik & Kultur vor und diskutieren, welche Kriterien zeitgemäßes Wohnen heute prägen und prägen sollten.

 

Auf dem Podium:

 

  • Reiner Nagel, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur
  • Ramona Schwertfeger, Architektin, LAGERSCHWERTFEGER
  • Annabelle von Reutern, Architektin, TOMAS – Transformation of Material and Space
  • Van Bo Le-Mentzel, Architekt, www.gemeinwohlbau.de 
  • Olaf Zimmermann, Geschäftsführer, Deutscher Kulturrat e. V.
  • Moderation: Philipp Meuser, Architekt und Verleger DOM publishers
  • Zeit: Mittwoch, 3. Dezember 2025, 19:00 Uhr
  • Ort: TOMAS, Mollstraße 1 / 5. OG, 10178 Berlin
  • Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

 


 

6. Personennachrichten

 

Ayse Irem ist deutschsprachige Meisterin im Poetry Slam
Ayse Irem, Performerin und Journalistin, hat den diesjährigen Internationalen deutschsprachigen Poetry-Slam-Wettbewerb gewonnen. Austragungsort der SLAM25-Meisterschaften war die diesjährige Kulturhauptstadt Chemnitz. Mit rund 16 Veranstaltungen und vier Festivaltagen, an denen sich die Antretenden untereinander beweisen müssen, ist es das größte Festival für Bühnenliteratur in Europa. Ayse Irem beschreibt in ihrem finalen Auftritt einen fiktiven Dialog mit dem Titel »Kannst du dir vorstellen auszuwandern?«. Sie fragt sich: »Möchte ich auswandern oder muss ich das irgendwann?« Ihre ersten Schreibversuche unternahm Ayse Irem auf Türkisch, sie tritt jedoch vor allem mit deutschsprachigen Texten auf.

 

Herta Müller und Maria Furtwängler erhalten Deutschen Kulturpreis
Die Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller wurde mit dem Hauptpreis des Deutschen Kulturpreises der Stiftung Kulturförderung ausgezeichnet. Der Schauspielerin Maria Furtwängler wurde der Ehrenpreis verliehen. In ihren Werken schreibt Müller von der Gewalt des Schweigens und der Würde des Widerstandes. Der Kulturpreis würdigt ihre literarische Unerschrockenheit und ihren anhaltenden Einsatz für Freiheit. Furtwängler setzt sich aktiv für den Schutz der Artenvielfalt ein. Der Ehrenpreis würdigt ihr gesellschaftliches Engagement. Seit 1985 wird der Deutsche Kulturpreis in regelmäßigen Abständen verliehen. Der Hauptpreis ist mit 30.000 Euro dotiert.

 

Wolf Biermann mit dem Orden Pour le mérite geehrt
Der Lyriker und Liedermacher Wolf Biermann wurde als neues Mitglied in den Orden Pour le mérite aufgenommen. Dies ist eine der höchsten Ehrungen, mit denen Wissenschaftler und Künstler in Deutschland ausgezeichnet werden können. Gegründet wurde der Orden Pour le mérite von Preußen-König Friedrich Wilhelm IV. im Jahre 1842, ihm gehören 36 inländische und 37 ausländische Mitglieder an. 1976 aus der DDR ausgebürgert, mischt sich Biermann bis heute in politische Debatten ein.

 

Markus Hilgert ist neuer Präsident der kulturpolitischen Gesellschaft
Die Kulturpolitische Gesellschaft ernannte auf ihrer Mitgliederversammlung Markus Hilgert, Präsident der Universität der Künste Berlin, zum neuen Präsidenten des Verbandes. Existenz- und Teilhabesicherung künstlerischer Arbeit sowie Verteidigung von Vielfalt, kulturelle Nachhaltigkeit und die Bildung einer ständigen AG zur freien Szene und Soziokultur sollen zu den kulturpolitischen Aufgabenfeldern seiner Präsidentschaft gehören. Hilgert war von 2018 bis März 2025 Generalsekretär der Kulturstiftung der Länder.

 

Derya Türk-Nachbaur ist neue Präsidentin des BMCO
Der Bundesmusikverband Chor & Orchester (BMCO) stellt die Bundestagsabgeordnete Derya Türk-Nachbaur als neue Präsidentin auf. Der Verband vertritt die Interessen der 16,3 Millionen Amateurmusizierenden. Türk-Nachbaur sitzt seit 2021 im Bundestag und arbeitete zuvor in der Jugend- und Bildungsarbeit als pädagogische Fachkraft. Für sie gilt die Kultur als verbindende Kraft in einer vielfältigen Gesellschaft; sie setzt sich besonders für die Sichtbarkeit und Förderung der Amateurmusik ein.

 


 

7. Ab jetzt vorbestellen: Handbuch Gameskultur 2.0

 

Das erfolgreiche Handbuch Gameskultur 2020 des Deutschen Kulturrates bekommt endlich ein Update. Am 12. Dezember erscheint die vollständig überarbeite und stark erweiterte zweite Auflage: Das Handbuch Gameskultur 2.0.

 

Ab jetzt kann man das neue Handbuch Gameskultur 2.0 zum Subskriptionspreis von 19,80€ vorbestellen und sparen!
Alle Beiträge aus der 1. Auflage wurden von den Autorinnen und Autoren überarbeitet und an den aktuellen Stand der Diskussionen angepasst und das Themenfeld wurde erweitert.

 

Das Buch behandelt unter anderem folgende Fragen:

 

  • Warum sind Games Kultur?
  • Können Computerspiele sogar Kunst sein?
  • Was haben Computerspiele mit bildender Kunst, Theater, Musik, Literatur, Film zu tun?
  • Sind Games immer gewalthaltig?
  • Darf man Erinnerungskultur spielen?
  • Was haben Spiele mit Sport zu tun?
  • Und macht die Gamesbranche wirklich so viel Umsatz wie Hollywood?

 

Hg. v. Olaf Zimmermann und Felix Falk
Das Handbuch Gameskultur 2.0
362 Seiten, ISBN:978-3-947308-70-5, bis zum 12.12.25 19,80€, danach 24,80€

 

  • Im Shop des Deutschen Kulturrates können Sie das Buch vorbestellen
  • Hier können Sie einen Blick in das Handbuch Gameskultur 2.0 werfen

 


 

8. Jetzt beim Aktionstag „Zusammenhalt in Vielfalt“ mitmachen!

 

Zum UNESCO-Welttag der kulturellen Vielfalt am 21. Mai 2026 rufen die Mitglieder der Initiative kulturelle Integration – ein einzigartiges Bündnis von Vertreterinnen und Vertretern der Sozialpartner, Religionsgemeinschaften, Medien, Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft – erstmals zu dem bundesweiten Aktionstag auf.

 

Im Umfeld des Welttags der kulturellen Vielfalt sollen möglichst zahlreiche Aktionen von unterschiedlichen Organisationen, Bündnissen oder auch Einzelpersonen durchgeführt und so vielfältige Zeichen für den Zusammenhalt in unserer freien und vielfältigen Gesellschaft gesetzt werden.

 

Unter den hochgeladenen künstlerischen Beiträgen erhalten die besten Einreichungen eine besondere Würdigung bei der Veranstaltung der Initiative kulturelle Integration und des Deutschen Kulturrates am 21. Mai 2026 in Berlin.

 

Der Musiker und Komponist Sebastian Krumbiegel von den Prinzen widmet seinen neuen Song „Keine Angst“ dem Aktionstag Zusammenhalt in Vielfalt der Initiative kulturelle Integration.

 

Der Song liefert einen Vorgeschmack auf das im nächsten Jahr erscheinende Soloalbum und ist der erste Kreativbeitrag zum Aktionstag.

 

  • Hier kommen Sie zum Song „Keine Angst“

Informationen zum Aktionstag Zusammenhalt in Vielfalt

 

  • Erfahren Sie hier alles zum Aktionstag Zusammenhalt in Vielfalt und laden Sie Ihren Beitrag hoch.
  • Hier kommen Sie zu den Botschafterinnen und Botschaftern des Aktionstags und können auch Ihr Bild einreichen.
  • Hier kommen Sie zu den 15 Thesen „Zusammenhalt in Vielfalt“

 

9. Text der Woche: „Es gibt kein Wort für alle Wörter – Die Bedeutung von Sprache für die Integration“ von Saša Stanišić

 

ES GIBT KEIN WORT für den Vorgang, wenn ein Kind zum ersten Mal eine Geschichte in einer Sprache, die nicht seine erste ist, lesen und begreifen kann. Es gibt kein Wort für das Gefühl, das ein Kind empfindet, wenn es zum ersten Mal in einer Sprache, die nicht seine erste ist, die eigene Geschichte erzählen darf. In der Geschichte lebt das Kind in einem Land, in dem seine erste Sprache nur von wenigen gesprochen wird. Auf dem Schulweg begegnen ihm Orks. Und es ist jemand da, der die Geschichte liest und fragt: »Hast du noch eine?«

 

Ich war dieses Kind, und es war ein Deutschlehrer, der meinen ersten zaghaften Textversuchen auf Deutsch mit jener Frage begegnet ist. Er ermutigte mich, noch mehr zu erzählen und auf Deutsch. Einem der Texte traute er sogar zu – nicht der Angelegenheit mit den Orks, sondern einem Gedicht –, dass er auch andere interessieren könnte. Wir lasen das Gedicht und sprachen darüber in einer Deutschstunde. Die Botschaft an mich lautete: Auch wenn dein Deutsch nicht gut ist, du hast etwas zu sagen.

 

Saša Stanišić ist ein deutsch-bosnischer Schriftsteller.
Er ist unter anderem Träger des Preises der Leipziger Buchmesse,
des Deutschen Buchpreises und des Deutschen Jugendliteraturpreises

 

  • Hier lesen Sie den ganzen Beitrag.

 

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