Projektbüro

Das Projektbüro „Frauen in Kultur & Medien“ wurde im Juli 2017 ins Leben gerufen. Seine Initiierung geht auf die gleichnamige, vom BKM geförderte Studie „Frauen in Kultur und Medien“ des Deutschen Kulturrates zurück, die auf knapp 500 Seiten darlegt, dass von einer Geschlechtergerechtigkeit im Kultur- und Medienbereich noch nicht gesprochen werden kann. 2020 wurde eine zweite Projektlaufzeit von drei Jahren beschlossen.

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Das Projektbüro zielt deshalb darauf ab, den Diskurs zur Geschlechtergerechtigkeit zu unterstützen und mit der Umsetzung konkreter Maßnahmen zu unterlegen. Diese umfassen:

      1. die Konzipierung, Betreuung und Umsetzung eines bundesweiten spartenübergreifenden 1:1-Mentoring-Programms, das karrierebewussten Künstlerinnen und Frauen im Kultur- und Medienbereich durch konkrete Beratung und praxisbezogene Unterstützung dazu befähigen soll, Führungspositionen erfolgreich einzunehmen. Insgesamt gibt es sechs Durchgänge. Die Ausschreibung für die fünfte Runde à rund 30 Tandems startet voraussichtlich Mitte März 2021. Der Start des Mentorings beginnt im August/September dieses Jahres.
      2. die Herausgabe von Dossiers, die der Zeitung Politik & Kultur beigelegt werden. Die rund 60-seitigen Beilagen sollen das Thema Geschlechtergerechtigkeit feuilletonistisch behandeln. Hier finden Sie die ersten drei Dossiers: „Wie weiblich ist die Kulturwirtschaft?“, „Von 0 auf 100 – Älterwerden als Kulturschaffende“ und „Doppelspitzen – doppelt spitze? Gemeinsam führen in der Kultur“..
      3. die Vernetzung von etablierten sowie neugegründeten Gruppierungen von Frauen, die sich aktiv in ihren jeweiligen Sparten um das Thema Geschlechtergerechtigkeit kümmern. Regelmäßig werden diese Vereine auch in der Zeitung Politik & Kultur portraitiert, um ihre Ziele und Herausforderungen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.
      4. die Publikation der Studie „Frauen und Männer im Kulturmarkt: Bericht zur wirtschaftlichen und sozialen Lage“ die dritte umfängliche Untersuchung zur wirtschaftlichen und sozialen Lage in Kulturberufen des Deutschen Kulturrates, die den gesamten Bereich in den Blick nimmt.
      5. die Einrichtung eines Ausschusses Geschlechtergerechtigkeit beim Deutschen Kulturrat (in der ersten dreijährigen Projektphase). Der spartenübergreifende Ausschuss hielt zwei bis drei Sitzungen pro Jahr ab und erarbeitete eine umfassende Stellungnahme zum Thema Geschlechtergerechtigkeit für den Deutschen Kulturrat.
      6. die Etablierung des Projektbüro als Anlauf- und Beratungsstelle. Diese Funktion wird neben der bundesweiten Netzwerkarbeit flankiert durchInterviews und Hintergrundgesprächen, der Teilnahme an Veranstaltungen und Podiumsdiskussionen sowie Vorträgen auf Tagungen oder an Kunst- und Musikhochschulen.

 

All diese Vorhaben knüpfen an die Arbeit des Rundes Tisches „Frauen in Kultur & Medien“ der Kulturstaatsministerin an und sollen zur Verbesserung der Wahrnehmung und Vermarktung der von Frauen geschaffenen Werke beitragen. Es sollen Problemstellungen adressiert werden, die sich aus den Besonderheiten des künstlerischen Schaffens ergeben – eingebettet in die unterschiedlichen Lebensphasen von Frauen, mit ihren individuellen Herausforderungen.