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Berlin, 17.09.25. Der israelische Dirigent Lahav Shani und die Münchner Philharmoniker wurden von einem belgischen Festival ausgeladen. Nun gaben sie stattdessen ein umjubeltes Konzert in Berlin.
Die Ausladung hatte vor allem in Deutschland für Empörung und den Vorwurf des „blanken Antisemitismus“ gesorgt. Die Leitung des Flanders Festival in Gent hatte argumentiert, dass sich Shani angeblich nicht explizit von Israels Regierung distanziert habe – im Zusammenhang mit dem Gazakrieg.
Es sei ein „Irrweg“, dass einige im Kulturbereich nicht bereit seien, einen Unterschied zwischen Politik und Kunst zu machen, sagt Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats in einem ausführlichen DW-Interview. Er nannte es „beschämend und bedauerlich“, dass israelische Künstler – gerade auch in Deutschland – einen Rückgang ihrer Auftrittsmöglichkeiten erlebten. Das Gespräch führte Raimund Stündel (DW-Nachrichten).
- Hier können Sie das Gespräch vom 16.09.2025 bei YouTube ab Minute 1:55 nachhören und nachsehen (17 Minuten).