Deutscher Kulturpolitikpreis für Monika Grütters

Feierliche Verleihung in der Staatsbibliothek zu Berlin

Berlin, 25.09.2025. Gestern, am 24. September 2025, hat der Deutsche Kulturrat den Deutschen Kulturpolitikpreis an Kulturstaatsministerin a.D. Prof. Monika Grütters verliehen. In einer feierlichen Veranstaltung in der Staatsbibliothek zu Berlin wurde Grütters langjähriges Engagement für die Kultur gewürdigt.

 

In der Begründung der Jury heißt es: „Prof. Monika Grütters hat sich in vielen Funktionen für die Kultur stark gemacht. So war sie von 2013 bis 2021 Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin und Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien. In Grütters Amtszeit sind kulturpolitische Themen deutlich hör- und sichtbar geworden. Sie brachte einen sozial-ethischen Kompass in die Kulturpolitik ein und engagierte sich unerschrocken für die unterschiedlichen Belange im Kultur- und Medienbereich. Sie scheute keine sachliche Auseinandersetzung und suchte den Dialog mit den unterschiedlichen Vertreterinnen und Vertretern aus dem Kultur- und Medienbereich.“

 

Dr. Wolfgang Thierse, Bundestagspräsident a.D. würdigte in seiner Laudatio die erstaunliche Beharrlichkeit, das Stehvermögen, das Geschick, die große Verantwortungsfreude und Überzeugungstreue der Preisträgerin. Ihre Arbeit vor allem als Kulturstaatsministerin sei gleichzeitig von Streitbereitschaft und Sachorientierung geprägt gewesen. Wie in den Begrüßungen durch Prof. Dr. Achim Bonte, Generaldirektor der Staatsbibliothek zu Berlin, und Prof. Christian Höppner, Präsident des Deutschen Kulturrates, hob auch Thierse Grütters großes Engagement für Kulturschaffende in der Coronapandemie besonders hervor.

 

In ihrer Dankesrede betonte Monika Grütters mehrfach die gute Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kulturrat, der in ihrer aktiven Zeit als Politikerin Ratgeber und Partner gewesen sei, darüber hinaus auch die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Politik und Zivilgesellschaft. Sie habe ihre Aufgabe einerseits mit Respekt vor der Fantasie und dem Können der Künstlerinnen und Künstler, aber auch vor der Autonomie der Kultureinrichtungen gesehen.

 

Beide, Grütters wie Thierse, sprachen sich erneut und deutlich dafür aus, den Satz „Der Staat schützt und fördert die Kultur“ in das Grundgesetz aufzunehmen.

 


 

Der Deutsche Kulturpolitikpreis des Deutschen Kulturrates wurde in diesem Jahr zum fünften Mal verliehen. Ausgezeichnet werden Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise um Kultur und Kulturpolitik in Deutschland verdient gemacht haben.

 

Vorherige Preisträger waren

  • 2021: Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland
  • 2022: Prof. Dr. Bénédicte Savoy, Professorin für Kunstgeschichte der Moderne an der Technischen Universität Berlin
  • 2023: Isabel Pfeiffer-Poensgen, ehemalige parteilose Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen
  • 2024: Prof. Dr. Hans Joachim Schellnhuber, Klimaforscher
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