KW 8: Krieg: Russland greift Ukraine an, Politik & Kultur 3/22 ist erschienen, Wirtschaftliche und soziale Lage der Kreativen, …

... Zur Person, Kulturpolitik auf Münchner Sicherheitskonferenz, Text der Woche, 20 Jahre Politik & Kultur

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

Russland hat die Ukraine angegriffen, mitten in Europa tobt jetzt wieder ein Krieg. Raketen gehen im Land nieder, Kampfhubschrauber greifen an und Bodentruppen sind im Einsatz. Menschen sterben!

 

Für Europa und seine Sicherheitsarchitektur ist dieser Angriff Russlands auf die Ukraine eine historische Zäsur. Hoffen wir, dass das Leid begrenzt werden kann, dass so schnell wie möglich wieder die Diplomatie über den Krieg siegen kann. Doch sicher ist auch, Europa muss neu über seine Verteidigungsbereitschaft nachdenken.

 

Aber auch unser Verhältnis zu Russland werden wir neu denken müssen. Vor den offenen Kriegshandlungen jetzt in der Ukraine, hat Russland in den letzten Jahren immer stärker die Zivilgesellschaft und gerade auch die Kulturschaffenden im eigenen Land unterdrückt. Johann Michael Möller hat sich in der Dezember-Ausgabe von Politik & Kultur, der Zeitung des Deutschen Kulturrates, unter dem Titel: „Keine guten Nachrichten aus Russland“ mit der zunehmenden Bedrängung der Zivilgesellschaft in Russland beschäftigt. Klaus-Dieter Lehmann hat sich in Februar-Ausgabe von Politik & Kultur ebenfalls mit dem „Der Fall Memorial – Russland und Deutschland in schicksalhafter Verbindung“ befasst.

 

Wir unterstützen nachdrücklich den Appell von Bundeskanzler Olaf Scholz an Präsident Wladimir Wladimirowitsch Putin:

 

  • Stellen Sie die Kampfhandlungen unverzüglich ein!
  • Ziehen Sie die russischen Truppen aus der Ukraine zurück!
  • Widerrufen Sie die völkerrechtswidrige Anerkennung der Gebiete Donezk und Luhansk!

 

Lesen Sie hier die Pressemitteiung des Deutschen Kulturrates „Krieg: Deutscher Kulturrat ist erschüttert über Angriff auf Ukraine“ von heute morgen.

 

Ihr

 

Olaf Zimmermann
Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates
twitter.com/olaf_zimmermann

 


 

Exklusiv: Politik & Kultur 3/22 ist erschienen

 

Die März-Ausgabe von Politik & Kultur, der Zeitung des Deutschen Kulturrates, ist erschienen. Der Schwerpunkt der richtet den Blick auf das Thema: „Fotografie: EinBLICK in ein Genre“.

 

Lesen Sie als Leserinnen und Leser des kulturpolitischen Wochenreports die Online-Ausgabe exklusiv hier.

 

Weitere Themen der Ausgabe:

 

  • Kulturministerkonferenz
    Kulturpolitische Plattentektonik: Inwieweit verschiebt sich gerade das Verhältnis zwischen Bund und Ländern in der Kulturpolitik im Inland?
  • Kulturhauptstadt 2025
    Chemnitz wird die vierte europäische Kulturhauptstadt aus Deutschland sein: Was wird die Besucher erwarten? Was bleibt zu tun?
  • Brexit
    Vor rund zwei Jahren ist Großbritannien aus der EU ausgetreten: Welche Auswirkungen auf Kultur & Co. zeichnen sich ab?
  • Medien
    Keine Zensur, sondern Rechtsstaatlichkeit: Russischer Staatssender RT DE klagt gegen Sendeverbot und kann vorerst weitersenden.

 

Außerdem: Erfahrungsbericht: 20 Jahre Kultur und Nachhaltigkeit, Klassik Stiftung Weimar: Metamorphose von Kulturinstitutionen, Kulturelle Bildung: Vanessa-Isabelle Reinwand-Weiss im Gespräch, Debatte: Christliche Missionen, Kunststiftung NRW in der Coronapandemie, Kulturwandel: neue Kulturpolitik in NRW, Claussens Kulturkanzel: „Woke“, Möller meint: Claudia Roth & die Kuppelkreuz-Debatte am Berliner Stadtschloss, Versöhnung?: Deutsch-namibische Verständigung, Namibias Filmbranche, Porträt: Felix Eicke und das Bündnis D-Popkultur, Keuchels Kontexte: Führungskräfte

 

 


 

Das Thema wirtschaftliche und soziale Lage der Kreativen ist in der Politik angekommen

 

Mit CREATIVE.NRW sprach ich über die wirtschaftliche und soziale Lage der Kreativen, die Auswirkungen der Pandemie und die Kulturwirtschaftspolitik der Bundesregierung. Hier zum nachlesen.

 


 

Zur Person …

 

Neue Direktorin des Kleist-Museums in Frankfurt (Oder)
Das Kleist-Museum in Frankfurt (Oder) hat eine neue Direktorin: die Germanistin und Stiftungsmanagerin Anke Pätsch. Zuvor war die gebürtige Potsdamerin als Mitglied der Geschäftsleitung im Bundesverband Deutscher Stiftungen in Berlin tätig und dort für die Themenbereiche Internationales sowie Diversität zuständig. Als Direktorin des Kleist-Museums, das Schriften, Bilder und weitere Exponate aus dem Leben und dem Umfeld des Dichters Heinrich von Kleist zeigt, folgt Pätsch auf die Historikerin Hanna Lotte Lund, die das Museum von 2016 bis 2021 leitete.

 

Kunstmuseum Stuttgart ist Museum des Jahres
Die deutsche Sektion des Internationalen Kunstkritikerverband AICA – Association Internationale des Critiques d’Art – hat das Kunstmuseum Stuttgart als „Museum des Jahres“ 2021 ausgezeichnet. „Ein besonders weit gespannter Blick auf die Kunstwelt zeichnet das Museum der baden-württembergischen Landeshauptstadt seit Jahren aus“, so die Kritikerinnen und Kritiker. Sowohl die unmittelbare Gegenwartskunst als auch die Klassische Moderne kämen mit Werken von Otto Dix oder Willi Baumeister zu ihrem Recht. In der deutschen AICA-Sektion sind mehr als 200 Autoren, Journalistinnen und Publizisten vertreten.

 

Leitungswechsel am Deutschen Hygiene-Museum
Ende letzten Jahres ist der langjährige Direktor des Deutschen Hygiene-Museums, Klaus Vogel, in den Ruhestand gegangen. Anfang Februar stellte sich nun seine Nachfolgerin, die aus Sachsen stammende Kulturanthropologin Iris Edenheiser, offiziell vor. Bis Ende 2021 war sie stellvertretende Direktorin am Museum Europäische Kulturen der Staatlichen Museen zu Berlin. Neben der neuen Direktorin Edenheiser bildet die Kaufmännische Direktorin Lisa Klamka das Führungsduo. Gemeinsam stellten sie zu ihrem Start die anstehenden Projekte des Deutschen Hygiene-Museums vor.

 

Neue Koordinationsstelle für Provenienzforschung NRW
Die neugegründete Koordinationsstelle für Provenienzforschung in Nordhein-Westfalen hat, unter Leitung der Kunsthistorikerin Jasmin Hartmann, ihre Arbeit aufgenommen. Die neue Einrichtung in Bonn soll die verschiedenen Aktivitäten in NRW im Bereich der Herkunftserforschung von unrechtmäßig entzogenen Kunst- und Kulturgütern bündeln und effizient weiter vorantreiben. Sie soll auch Anlaufstelle für Privatpersonen und den Kunsthandel sein.

 

Marius Elfering erhält Publizistenpreis der deutschen Bibliotheken 2022
Der Publizistenpreis der deutschen Bibliotheken geht in diesem Jahr an den freien Journalisten Marius Elfering. Ausgezeichnet wird sein Hörfunk-Feature „Bibliotheken und Bildungschancen. Wie Zugang zu Wissen das Leben verändert“, das am 17. Mai 2021 auf Deutschlandfunk Kultur gesendet worden ist. Die Preisverleihung findet am 2. Juni im Rahmen des Bibliothekskongresses 2022 in Leipzig statt. Der Deutsche Bibliotheksverband, der Berufsverband Bibliothek Information sowie der Verein Deutscher Bibliothekarinnen und Bibliothekare verleihen einmal im Jahr gemeinsam den mit 7.500 Euro dotierten Publizistenpreis der deutschen Bibliotheken.

 


 

Kulturpolitik auf der Münchner Sicherheitskonferenz: Ein Gespräch mit Susanne Keuchel

 

Die Kulturstaatsministerin Claudia Roth besucht die Münchner Sicherheitskonferenz. Das lässt aufhorchen: Es ist das erste Mal, dass eine deutsche Kulturpolitikerin an der Konferenz teilnimmt. „Kulturpolitik ist Sicherheitspolitik“, sagt Claudia Roth, die noch nicht mal ganz 100 Tage im Amt ist.

 

Bahnt sich in der deutschen Kulturpolitik ein Richtungswechsel an? Darüber sprach rbb Kultur mit Prof. Susanne Keuchel, der Präsidentin des Deutschen Kulturrats.

 

Hören Sie das Gespräch hier nach.

 


 

Text der Woche: Adriana Altaras „Wer spielt wen?: Muss die Identität der Schauspieler mit der gespielten Figur übereinstimmen?“

 

Seit einiger Zeit rumort es mal wieder in meiner Branche. Wer darf wen und was spielen, ist dabei die große Frage. Amazon hat schon vor Monaten Richtlinien herausgegeben, für Diversität, Inklusion und Gerechtigkeit. Das klingt erst einmal gut und vorbildlich. Eine riesige Produktionsgesellschaft bemüht sich um Minderheiten! „Es sollen nur noch Schauspieler engagiert werden, deren Identität (Geschlecht, Geschlechtsidentität, Nationalität, Ethnizität, sexuelle Orientierung, Behinderung) mit den Figuren, die sie spielen, übereinstimmt.“ – Oha!

 

Adriana Altaras ist Schauspielerin, Regisseurin und Schriftstellerin.

 

Lesen Sie den Text hier!

 


 

20 Jahre Politik und Kultur

 

Vor 20 Jahren erschien die erste Ausgabe, heute ist Politik & Kultur, die Zeitung des Deutschen Kulturrates, die größte kulturpolitische Zeitung
in Deutschland.
Politik & Kultur erscheint zehnmal jährlich, informiert zu kulturpolitischen Fragestellungen und widmet in jeder Ausgabe einem aktuellen Thema einen Schwerpunkt. Freuen Sie sich auf viele spannende Themen im Jubiläumsjahr 2022.

 

  • Politik & Kultur ist in Bahnhofsbuchhandlungen, auf Flughäfen, im Online-Shop sowie im Abonnement erhältlich. Alle Politik & Kultur-Ausgaben können hier als E-Paper (pdf-Datei) kostenfrei geladen werden. Hier können Sie das Politik & Kultur-Jahresabonnement bestellen.
  • Die Ausgaben erscheinen jeweils am 01. Februar, 01. März, 01. April, 01. Mai, 01. Juni, 01. Juli, 01. September, 01. Oktober, 01. November und 01. Dezember.
  • Politik & Kultur, die Zeitung des Deutschen Kulturrates, wird herausgegeben von Olaf Zimmermann und Theo Geißler.
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