Berlin, 05.02.2026. Der Schutz von Kulturgut ist ein aktuelles und wichtiges Thema. Die Gefahr kriegerischer Auseinandersetzungen rückt näher, ebenso die Sorge, dass Kulturgut durch Natur- oder andere Katastrophen beschädigt oder zerstört werden könnte. Im soeben vom Deutschen Bundestag verabschiedeten KRITIS-Dachgesetz (Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2022/2557 und zur Stärkung der Resilienz kritischer Anlagen) fehlt die Kultur.
Ab der neuen Ausgaben von Politik & Kultur (Feb. 2026), der Zeitung des Deutschen Kulturrates, werden wir uns regelmäßig mit dem Thema Schutz von Kunst und Kultur in Krisenzeiten beschäftigen und dabei sowohl Vertreterinnen und Vertreter der Politik als auch der Praxis zu Wort kommen lassen.
Den Auftakt machen in der Februar-Ausgabe drei Autoren:
- Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates und Herausgeber von Politik & Kultur, schreibt im Editorial, warum wir jetzt handeln müssen, damit unser kulturelles Erbe, das materielle und auch das immaterielle, für die nachfolgenden Generationen erhalten werden kann? Hier geht es zum Text.
- Matthias Wehry, Präsident des Deutschen Nationalkomitees Blue Shield, schreibt über den Mangel an Bergungsorten für Kulturgüter im Fall von militärischen Konflikten. Hier geht es zum Text.
- Michael Hollmann, Präsident des Bundesarchivs, beschäftigt sich in seinem Artikel mit dem Barbarastollen, in dem auf Mikrofilm gesichertes Kulturgut gelagert wird, und beschreibt das Erfordernis eines digitalen Barbarastollens. Hier geht es zum Text.
Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: „Dass Kultur im gerade vom Deutschen Bundestag verabschieden KRITIS-Dachgesetz nicht als systemrelevanter Sektor genannt wird, hat der Deutsche Kulturrat bereits deutlich kritisiert. In Politik & Kultur möchten wir mit der neuen Artikelserie auf die besondere Herausforderung des Kulturgutschutzes in Krisenzeiten aufmerksam machen und dabei unterschiedliche Aspekte beleuchten. Klar ist, dass Bund, Länder und Kommunen für den Schutz von Kulturgütern deutlich mehr machen müssen.“