Berlin, den 08.07.2026. Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, fordert anlässlich der Beratung des Deutschen Bundestages zur Förderung kultureller Bildung am Freitag, den 10. Juli 2026, die Fortsetzung des Bundesprogramms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ jetzt verbindlich abzusichern.
Beraten wird im Bundestag unter anderem der Antrag der Fraktion Die Linke „Bundesprogramm ‚Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung‘ bedarfsgerecht ausbauen und die vierte Förderphase für die Jahre 2028 bis 2032 nachhaltig verstetigen“. Der Deutsche Kulturrat begrüßt, dass die Zukunft dieses wichtigen Programms nun parlamentarisch beraten wird.
„Kultur macht stark“ ist eines der zentralen Bundesprogramme zur Stärkung kultureller Bildung. Es ermöglicht Kindern und Jugendlichen, die aufgrund sozialer, finanzieller oder anderer Barrieren bislang seltener Zugang zu kulturellen Bildungsangeboten haben, Teilhabe an Kunst, Kultur und Bildung. Das Programm setzt dabei auf lokale Bündnisse und die Zusammenarbeit mit bundesweit tätigen Programmpartnern aus Kultur, Bildung, Jugend und Medien.
Der Deutsche Kulturrat hat in seiner aktuellen Stellungnahme „Jetzt Fortsetzung des Bundesprogramms ‚Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung‘ sichern“ gefordert, die nächste Förderperiode frühzeitig vorzubereiten. Dafür müssen im Bundeshaushalt 2027 entsprechende Mittel vorgesehen und die Jahre ab 2028 durch Verpflichtungsermächtigungen abgesichert werden. Das Finanzvolumen muss mindestens dem der aktuellen Förderperiode entsprechen.
Der Deutsche Kulturrat fordert:
- die Fortsetzung von „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ über 2027 hinaus jetzt politisch und haushalterisch abzusichern;
- im Bundeshaushalt 2027 Mittel mindestens in bisheriger Höhe vorzusehen und ab 2028 Verpflichtungsermächtigungen zu schaffen;
- die Förderrichtlinie und Ausschreibung für die neue Förderperiode noch in diesem Jahr auf den Weg zu bringen;
- die Auswahl der Programmpartner weiterhin einer unabhängigen Fachjury zu übertragen;
- die Verfahren deutlich zu vereinfachen und bürokratische Hürden insbesondere für die lokale Ebene abzubauen;
- Kinder und Jugendliche in Risikolagen, ländliche Räume, Bildungsübergänge, Ganztag, Medienbildung sowie Schutzkonzepte besonders in den Blick zu nehmen.
Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: „‚Kultur macht stark‘ erreicht Kinder und Jugendliche, die sonst oft keinen Zugang zu kultureller Bildung haben. Das Programm ist erfolgreich, weil es direkt vor Ort wirkt: in Vereinen, in Bibliotheken, Musikschulen, Museen, Theatern, Jugend- und Kultureinrichtungen. Gerade in Zeiten wachsender sozialer Spaltung darf kulturelle Bildung nicht zur freiwilligen Restgröße werden. Der Deutsche Bundestag und die Bundesregierung müssen jetzt Planungssicherheit schaffen. Es braucht eine vierte Förderperiode, ausreichende Mittel, weniger Bürokratie und Vertrauen in die Kompetenz der Programmpartner und der lokalen Bündnisse.“
Die Stellungnahme des Deutschen Kulturrates „Jetzt Fortsetzung des Bundesprogramms ‚Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung‘ sichern“ ist hier online abrufbar.