Erinnerungskultur: Was ist noch zu tun?

Aktuelle Debatten: Reformationsjubiläum 2017, Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, Reichsparteitaggelände, Industriekultur Ruhr

Berlin, den 06.07.2015. Der Schwerpunkt „Erinnerungskultur in Deutschland – Zwischen Vergangenheit und Zukunft“ (Seite 15 – 22) in der neuen Ausgabe von Politik & Kultur, der Zeitung des Deutschen Kulturrates, wird mit einem Bild der Speicherstadt in Hamburg eröffnet. Wie als hätten wir es geahnt, dass nach jahrelangen Bemühungen gestern der UNESCO-Welterbe-Titel für Speicherstadt und Kontorhäuser erteilt wurde und damit ein weiterer Mosaikstein der Erinnerungskultur gelegt wurde.

 

Nach einem einführenden Artikel zur Erinnerungskultur in Deutschland (Christoph Cornelißen, Goethe-Universität Frankfurt) und zur Medialisierung des kulturellen Gedächtnisses (Johanna Haberer, Friedrich-Alexander-Universität, Erlangen-Nürnberg) werden im Schwerpunkt aktuelle erinnerungskulturelle Projekte vorgestellt und bewertet:

 

  • Reformationsjubiläum 2017
    Thies Gundlach, Vizepräsident der EKD
  • Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnig
    Josef Schuster, Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland
  • Denkmal, Mahnmal, Kirche oder Kunstwerk? Zur aktuellen Debatte um die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin
    Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates
  • Die Bedeutung der Erinnerungskultur für Magdeburg
    Matthias Puhle, Beigeordneter der Landeshauptstadt Magdeburg
  • Streit um das Nürnberger Reichsparteitaggelände
    Florian Dierl, Leiter des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände
  • Studentisches Projekt zur Geschichte der Justizvollzugsanstalt Chemnitz-Kaßberg
    Veronica Scholz und Leona Söhnholz, Studentinnen Pädagogische Hochschule Ludwigsburg und Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar
  • Brauchen wir eine Bundestiftung Industriekultur Ruhr?
    Stefan Berger, Ruhr Universität Bochum, Ulrich Borsdorf, Direktor a.D. RuhrMuseum Essen, Dieter Nellen, Leiter a.D. der Kulturabteilung beim Regionalverband Ruhr.

 

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates und Herausgeber von Politik & Kultur, Olaf Zimmermann, sagte: „Mit der Verleihung des UNESCO-Welterbe-Titel für die Speicherstadt und Kontorhäuser in Hamburg wurde der vierzigste Welterbetitel nach Deutschland vergeben. Dazu gratulieren wir der Hansestadt Hamburg herzlich. Hamburg hat sich jahrelang um den Titel bemüht und damit auch deutlich gemacht, wie wichtig „anerkannte“ Erinnerungsorte sind. Welche Erinnerungsorte wie von wem „anerkannt“ und „angenommen“ werden, prägt auch die aktuelle Debatte zur Erinnerungskultur in Deutschland. Aktuell debattieren wir um das „richtige“ Erinnern beim Reformationsjubiläum 2017, bei der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin, beim Reichsparteitaggelände in Nürnberg und bei der Industriekultur Ruhr.“

 

Die Ausgabe 04/2015 (Juli/August) von Politik & Kultur, der Zeitung des Deutschen Kulturrates, mit dem Schwerpunkt Erinnerungskultur in Deutschland ist erschienen. Die Zeitung ist in Bahnhofsbuchhandlungen, an großen Kiosken und auf Flughäfen erhältlich. Sie kann auch hier zum Preis von Euro 3,00 (incl. Porto und Verpackung) bestellt werden.

 

Die Online-Version kann hier kostenfrei gelesen werden.

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