2. KW: BREXIT, Kulturpolitik von Bund und Ländern, Wachgeküsst, …

... Öffentliche Ausschreibung, Stellungnahmen

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

der BREXIT wird sehr wahrscheinlich kommen, geregelt oder ungeregelt. Für den Kulturbereich stellt sich jetzt die Frage, was werden die Auswirkungen sein? Wie stark wird die Personen-Freizügigkeit eingeschränkt werden? Brauchen Künstler aus Deutschland, die in London arbeiten (und umgekehrt), in der Zukunft neben einem Visum auch eine Arbeitserlaubnis? Wird der Kulturaustausch mit England zum Erliegen kommen oder werden sich Hintertürchen öffnen, die auch weiterhin Kulturaustausch möglich machen? Wie werden sich die neuen Handelsbarrieren sich auf den Handel mit Kulturgütern zwischen der EU und Großbritannien auswirken?

 

Bislang vertröstet uns die Bundesregierung damit, dass die EU-Kommission Verhandlungspartnerin der britischen Regierung beim BREXIT ist. Doch wenn der Tag X gekommen ist, wird sich die Bundesregierung nicht mehr so einfach herausreden können. Es wird sich die Frage stellen, ob wir nicht auch bilaterale Abkommen (Deutschland – England) im Kulturbereich anstreben sollten. Vor fast zwei Jahren hatte ich ein einem dw-Gespräch ein solches Sonderprogramm zum bilateralen Kulturaustausch mit Großbritannien für die Zeit nach dem BREXIT gefordert.

 

Großbritannien scheidet voraussichtlich bereits am 29. März 2019 aus der EU aus. Sollte bis dahin kein Abkommen mit Brüssel abgeschlossen werden, droht ein BREXIT ohne Vereinbarung, auch zu Lasten der Kultur. Bei einem geregelten Austritt hingegen wäre eine Übergangsphase bis mindestens Ende 2020 vorgesehen, die noch Zeit für Kulturverhandlungen ließe.

 

Viele reden in diesen Tagen vom wirtschaftlichen Schaden, den der BREXIT für uns alle bedeutet, viel zu wenig wird über den kulturellen Schaden gesprochen.

 

Drücken wir uns alle die Daumen, dass die britische Premierministerin Theresa May Anfang der kommenden Woche im britischen Unterhaus zumindest ein Ja zum Austrittsvertrag und damit ein Ja zu weiteren Verhandlungen erreichen kann.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Olaf Zimmermann
Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates
twitter.com/olaf_zimmermann

 


 

Einladung zur Podiumsdiskussion: Wachgeküsst. Gemeinsame Perspektiven für die Kulturpolitik von Bund und Ländern

 

Montag, der 28.01.2019, 18.00 Uhr, Staatsbibliothek zu Berlin – Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Eine Veranstaltung des Deutschen Kulturrates, der Kulturstiftung der Länder und der Staatsbibliothek zu Berlin.

 

Perspektiven für die Kulturpolitik von Bund und Ländern. Wo können und sollen die Grundfragen der Kulturpolitik behandelt werden?

 

Mit Keynotes von:

 

  • Senator Dr. Carsten Brosda, Vorsitzender der neuen Kulturministerkonferenz
  • Dr. Günter Winands, Amtschef der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien

 

Und anschließender Diskussion mit:

 

  • Prof. Dr. Markus Hilgert (Generalsekretär der Kulturstiftung der Länder)
  • Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hermann Parzinger (Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz)
  • Hortensia Völckers (künstlerische Direktorin der Kulturstiftung des Bundes)
  • Olaf Zimmermann (Geschäftsführer Deutscher Kulturrat und Herausgeber des Buches „Wachgeküsst“)

 

  • Moderation: Barbara Scherle (Journalistin)

 

Wir freuen uns, Sie am Montag, dem 28.01.2019 um 18.00 Uhr zu dieser Veranstaltung in der

 

  • Staatsbibliothek zu Berlin, im Wilhelm-von-Humboldt-Saal, Unter den Linden 8 (Zugang über den Baustellenschutzgang Unter den Linden)

 

begrüßen zu können und bitten um Anmeldung bis Montag, den 21.01.2019 unter ed.ta1563653003rrutl1563653003uk@gn1563653003udlem1563653003na1563653003 oder per Fax 030 226 05 28 11.

 


 

Wachgeküsst – die neue Kulturpolitik des Bundes

 

Das Buch „Wachgeküsst. 20 Jahre neue Kulturpolitik des Bundes 1998-2018“ bietet einen Überblick über die wichtigsten Themen der Bundeskulturpolitik der letzten zwanzig Jahre.

 

Urheberrecht, Kulturgutschutz, Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten, Provinienzforschung, Filmförderung, Religion, Medien, Stiftungsreform, Künstlersozialversicherung, Kulturwirtschaft, Computerspiele, Erinnerungspolitik, Reformation, Digitalisierung, Kulturfinanzierung, Inklusion, Vielfalt und Diversität, das komplizierte Verhältnis zwischen Bund und Ländern in Kulturfragen, Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik, …

 

Wer wissen will, was die neue Bundeskulturpolitik seit 1998 ausmacht und sich darüber informieren will, wie der Weg für eine sichtbare Bundeskulturpolitik bereitet wurde, für den ist das Buch unverzichtbar.

 

Olaf Zimmermann (Hg.) Wachgeküsst: 20 Jahre neue Kulturpolitik des Bundes 1998-2018
492 Seiten, Fadenheftung, ISBN 978-3-947308-10-1, 22,80 Euro

 

 


 

Öffentliche Ausschreibung: Relaunch der Webseite der Initiative kulturelle Integration

 

Relaunch der Webseite der Initiative kulturelle Integration www.kulturelle-integration.de/

 

Gestalterische und technische Weiterentwicklung

 

 

Der Relaunch der Webseite wird im nationalen Verfahren öffentlich ausgeschrieben. Für die Neugestaltung der Webseite wird ein Auftragnehmer gesucht, der alle folgenden Aufgaben übernimmt:

 

  • Design & gestalterische Weiterentwicklung
  • Technische Weiterentwicklung
  • Pflege & technische Updates

 

Es besteht die Möglichkeit, Rückfragen zur Ausschreibung zu stellen. Diese können schriftlich per Mail bis zum 16.01.2019 an ed.ta1563653003rrutl1563653003uk@mi1563653003eheur1563653003b.t1563653003 gerichtet werden. Sie werden bis zum 18.01.2019 beantwortet.

 

Alle Angebote müssen bis zum 31.01.2019 um 18 Uhr per E-Mail an ed.ta1563653003rrutl1563653003uk@mi1563653003eheur1563653003b.t1563653003 eingegangen sein. Nach Ablauf der Angebotsfrist werden ausgewählte Bewerber zu einem Gespräch eingeladen.

 

Die Gespräche finden an folgenden Tagen statt: 13., 14. und 15.02.2019.

 

Der Deutsche Kulturrat erteilt bis zum 22.02.2019 den Zuschlag an eine Agentur für den Relaunch der Website.

 


 

Neue Stellungnahmen des Deutschen Kulturrates

 

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