Pessach: Jüdischer Alltag in Deutschland heute

Neuer Schwerpunkt in Politik & Kultur 4/21

Berlin, den 28.03.2021. Passend zum Beginn des jüdischen Pessach-Festes, das an den Auszug aus Ägypten erinnert, widmet Politik & Kultur, die Zeitung des Deutschen Kulturrates, jüdischem Alltag in Deutschland einen Schwerpunkt.

 

Die druckfrisch erschienene April-Ausgabe titelt mit dem hebräischen Trinkspruch »L’Chaim – Auf das Leben!«. Und genau darum geht es im Politik & Kultur-Schwerpunkt auch: Wir wollen jüdisches Leben, jüdische Kultur, jüdische Normalität in Deutschland heute zeigen. Die Beschäftigung mit dem aktuellen jüdischen Leben muss mehr sein als die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit. Jüdisches Leben ist integraler Bestandteil der deutschen Gesellschaft und die Auseinandersetzung damit ist ein Weg, dem sich stärker verbreitenden Antisemitismus etwas entgegenzusetzen.

 

Themen der Ausgabe sind unter anderem:

 

  • Jüdisches Leben im geteilten Deutschland
  • Vielfältigkeit & Strömungen des jüdischen Lebens
  • Israelis in Berlin
  • Jüdische Kultur
  • Europäische Momente deutsch-jüdischer Geschichte
  • Jüdisch-christlicher und jüdisch-muslimischer Dialog
  • Jüdische Akademie in Frankfurt am Main
  • Vermittlung aktueller jüdischer Erfahrungen und Geschichten
  • Lebensrealitäten von LGBTQI*-Jüdinnen und Juden
  • Umgang mit und Kritik an Bezeichnungen wie Vaterjüdinnen und -juden
  • Rap, Verschwörungsmythen und Antisemitismus
  • Antisemitismus in Netz
  • Jüdischsein in der DDR

 

Die Beiträge finden Sie auf den Seiten 17 bis 30.

 

Der Herausgeber von Politik & Kultur und Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: „Wie leben, lieben, feiern, streiten, tanzen, hüpfen, beten, danken, kochen und was auch immer Jüdinnen und Juden in unserer Nachbarschaft? Es ist sehr spannend, sich mit dem jüdischen Leben in Deutschland zu beschäftigen. Dazu gehört auch die Kenntnis jüdischer Feiertage wie dem heutigen Pessach-Fest. Allen jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern wünsche ich ein frohes und friedliches Pessach-Fest.“

 


 

Zu den Autorinnen und Autoren zählen:

Tal Alon, Gründerin und Herausgeberin von SPITZ; Daniel Botmann, Geschäftsführer des Zentralrats der Juden in Deutschland; Kristin Braband, Referentin für kulturelle Integration beim Deutschen Kulturrat; Michael Brenner, Professor für Jüdische Geschichte und Kultur an der Ludwig-Maximilians-Universität München; Andreas Goetze, Landeskirchlicher Pfarrer für den Interreligiösen Dialog in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz; Dalia Grinfeld, Co-Vorsitzende und Gründungsmitglied des LGBTIQ*-jüdischen Vereins Keshet Deutschland e.V; Alina Gromova, Wissenschaftliche Mitarbeiterin für die Akademieprogramme des Jüdischen Museums Berlin; Ludwig Greven, freier Publizist; André Herzberg, Musiker und Autor; Hans Jessen, freier Journalist; Dmitrij Kapitelman, Journalist und Autor; Doron Kiesel, Wissenschaftlicher Direktor der Bildungsabteilung des Zentralrates des Juden in Deutschland; Miriam Rürup, Direktorin des Moses Mendelssohn Zentrums für europäisch-jüdische Studien; Ben Salomo, Rapper und Songwriter; Mascha Schmerling, Projektkoordinatorin bei „Meet a Jew“; Josef Schuster, Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland; Monika Schwarz-Friesel, Antisemitismusforscherin an der TU Berlin; Anne Spiegel, Ministerin für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz des Landes Rheinland-Pfalz; Yfaat Weiss, Direktorin des Leibniz-Instituts für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow; Sandra Winzer, ARD-Journalistin beim Hessischen Rundfunk; Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates und Herausgeber von Politik & Kultur

 


 

Die Bilder im Schwerpunkt »L’Chaim – Auf das Leben!: Jüdischer Alltag« sind die Gewinner des bundesweiten Fotowettbewerbs »Zusammenhalt in Vielfalt – Jüdischer Alltag in Deutschland«. Über 650 Fotos lagen den Jurymitgliedern nach Einsendeschluss vor. Aus dieser Vielzahl wurden zehn zu prämierende Fotos ausgewählt, die die Bildreihe im Schwerpunkt bilden. Sie spiegeln die Vielfalt jüdischen Lebens in der Mitte unserer Gesellschaft wider. Die Fotos werden ab sofort als Wanderausstellung auf Reisen durch die Bundesrepublik geschickt.

 

Der Fotowettbewerb war ein Jahr nach dem Anschlag auf die Synagoge von Halle als ein Zeichen gegen Antisemitismus und Ausgrenzung von Der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, dem Beauftragten der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus, dem Zentralrat der Juden in Deutschland und der Initiative kulturelle Integration ausgelobt worden.

 


 

 


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