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Akademie der Künste in Berlin

Die Akademie der Künste wurde 1696 in Berlin gegründet. Sie gehört zu den ältesten europäischen Kulturinstituten. Die Akademie der Künste ist eine internationale Gemeinschaft von Künstlern, die je nach künstlerischer Arbeit einer der Sektionen (Bildende Kunst, Baukunst, Musik, Literatur, Darstellende Kunst, Film- und Medienkunst) angehören. Die Akademie der Künste hat die Aufgabe, die Künste zu fördern und die Sache der Kunst der Gesellschaft zu vermitteln. Im Gesetz zur Errichtung der Akademie der Künste aus dem Jahr 2005 ist die internationale Bedeutung der Akademie der Künste ebenso festgelegt wie ihr Beratungsauftrag der Bundesrepublik Deutschland in Sachen der Kunst und Kultur. Mit dem Gesetz zur Errichtung der Akademie der Künste hat der Bund auch die Finanzierung dieser Einrichtung übernommen, die zuvor von den Ländern Berlin und Brandenburg finanziert worden war. Mit Ausstellungen und Veranstaltungen präsentiert die Akademie der Künste künstlerische Positionen. Die Akademie der Künste verfügt über 1200 Künstlernachlässe und damit ein bedeutendes, interdisziplinäres Archiv zur Kunst des 20. Jahrhunderts.

www.adk.de

 

Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft

Das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft besteht seit März 2012. Gegründet wurde es von der Humboldt-Universität zu Berlin, der Universität der Künste Berlin und dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung als unabhängiges Forschungsinstitut. Das Hans-Bredow-Institut für Medienforschung in Hamburg ist integrierter Kooperationspartner. Ziel des Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft ist die innovative und impulsgebende wissenschaftliche Forschung zu Internet und Gesellschaft. Es widmet sich insbesondere dem Transformationsprozess der Gesellschaft durch das Internet. In seiner interdisziplinären Arbeit kooperiert das Institut mit verschiedenen akademischen Institutionen und strebt die Zusammenarbeit mit gesellschaftlichen Gruppen an. Ein wichtiges Anliegen ist die Förderung von Nachwuchswissenschaftlern, um so innovative Internetforschung zu gewährleisten. Das Institut ist Teil des „International Network of Internet & Society Research Centers“ und fungiert als Anlaufstelle deutscher Akademiker.
www.hiig.de

 

Alexander von Humboldt-Stiftung

Die Alexander von Humboldt-Stiftung ist eine Mittlerorganisation der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik. Sie vergibt Stipendien an ausländische Wissenschaftler, die in Deutschland forschen und fördert Forschungsaufenthalte deutscher Wissenschaftler im Ausland.

www.humboldt-foundation.de

 

Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen

Mit Hilfe von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen sollten Arbeitslose in den Arbeitsmarkt integriert werden. Sie wurden aus Mitteln der Bundesagentur für Arbeit finanziert und waren meist auf sechs bis zwölf Monate befristet. Träger von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen waren vielfach gemeinnützige Organisationen aus den Sozialen Diensten aber auch dem Kultursektor. In den 1990er-Jahren waren insbesondere in Ostdeutschland Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen weit verbreitet und bildeten einen zweiten, durch Mittel der Agentur für Arbeit geförderten Arbeitsmarkt. Infolge der sogenannten Agenda 2010 wurden zahlreiche Reformen der Arbeitsförderung verabschiedet, die unter anderem dazu führten, dass die Zahl der Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen deutlich gesenkt wurde. Das Instrument der Arbeitsbeschaffungsmaßnahme wurde zum 1. April 2012 abgeschafft.

 

Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung

Die Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigungen, auch Ein-Euro-Jobs genannt, erhielten im Zuge der Arbeitsmarktreformen im Jahr 2004 größere Aufmerksamkeit. Auch wenn es bereits zuvor im Bundessozialhilfegesetz Regelungen zu Arbeitsgelegenheiten gab, wurde das Instrument erst im Zusammenhang mit den oben genannten Arbeitsmarktreformen breit bekannt und diskutiert. Geregelt sind die Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigungen in § 16 d Sozialgesetzbuch II. Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigungen richten sich an Empfänger von Arbeitslosengeld II. Sie können für die Ausübung von Arbeitsgelegenheiten eine Mehraufwandsentschädigung bis zu 1,50 Euro erhalten. Bei den Arbeitsgelegenheiten muss es sich um Arbeiten im öffentlichen Interesse handeln. Sie müssen wettbewerbsneutral sein, dürfen also Erwerbstätigkeit im ersten Arbeitsmarkt weder ersetzen noch verdrängen.

 

Auslandskulturarbeit der Kirchen

Zur Auslandskulturarbeit der Kirchen gehört die Betreuung deutscher katholischer und evangelischer Gemeinden im Ausland. Neben der Seelsorge und Verkündigung spielt im Gemeindeleben die gemeinsame Kultur eine wesentliche Rolle. Daneben ist die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) mit einer Reihe protestantischer Kirchen im Ausland partnerschaftlich verbunden und pflegt hier auch den Kulturaustausch. Die Katholische Kirche in Deutschland ist Teil der weltumspannenden römisch-katholischen Kirche.

 

Ausschuss für Kultur und Medien des Deutschen Bundestages

Der Ausschuss für Kultur und Medien des Deutschen Bundestags ist ein regulärer Bundestagsausschuss. Er berät kulturspezifische Vorhaben des Deutschen Bundestags und verabschiedet Beschlussempfehlungen für das Parlament. In vielen die Kulturbereiche betreffenden Belangen, wie z. B. dem Urheberrecht oder dem Künstlersozialversicherungsrecht, bei denen die Federführung der parlamentarischen Beratung bei einem anderen Ausschuss des Deutschen Bundestags liegt, berät der Ausschuss für Kultur und Medien des Deutschen Bundestags mit. Der oder die Staatsministerin im Bundeskanzleramt, Beauftragte für Kultur und Medien der Bundesregierung, berichtet dem Ausschuss für Kultur und Medien regelmäßig über die kulturpolitischen Vorhaben der Bundesregierung.

www.bundestag.de

 

Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik

Die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik (AKBP) ist eine der drei Säulen der Auswärtigen Politik. Zur AKBP gehört die Präsentation von Kultur aus Deutschland im Ausland sowie von Kultur aus dem Ausland im Inland. Weitere wichtige Standbeine der AKBP sind die Vermittlung der deutschen Sprache sowie die Unterstützung von Auslandsschulen, die Unterstützung des akademischen Austausches durch die Ermöglichung von Forschungsaufenthalten deutscher Wissenschaftler im Ausland und vice versa ausländischer Wissenschaftler in Deutschland. Weiter werden im Rahmen der AKBP Mittel für den Erhalt materiellen und immateriellen Kulturguts im Ausland bereitgestellt. Zur AKBP gehört auch die internationale Sportförderung. Innerhalb der Bundesregierung liegt die vornehmliche Verantwortung für die AKBP beim Auswärtigen Amt. Das Auswärtige Amt arbeitet in der Umsetzung der AKBP mit den Mittlerorganisationen zusammen. Das Auswärtige Amt bezeichnet die nachfolgenden Institutionen als seine wichtigsten Partner bei der Umsetzung der AKBP: Goethe-Institut (GI), Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD), Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH), Institut für Auslandsbeziehungen (ifa), Bundesverwaltungsamt – Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA), Pädagogischer Austauschdienst (PAD), Deutsche UNESCO-Kommission (DUK), Deutsches Archäologisches Institut (DAI), Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland (MWS), Kulturstiftung des Bundes (KSB), Haus der Kulturen der Welt (HKW).

www.auswaertiges-amt.de

 

Mehr als 200 Schlüsselwörter der Kulturpolitik hat Olaf Zimmermann in seinem Buch Kulturpolitik auf den Punkt gebracht – Kommentare und Begriffe zusammengetragen. Dieses „kulturpolitische Alphabet“ bildet eine informative Kurzübersicht zur Kulturpolitik und kann hier kostenfrei durchsucht werden.

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