57 Millionen Werke. Zwei Standorte. Ein kulturelles Gedächtnis.

Deutscher Kulturrat und Deutsche Nationalbibliothek stellen neues Dossier von Politik & Kultur vor

Berlin/Leipzig/Frankfurt am Main, 31.08.2026 – Die Deutsche Nationalbibliothek ist ein zentraler Wissensspeicher der Bundesrepublik Deutschland. Täglich erreichen mehr als 13.000 Veröffentlichungen ihre Standorte in Leipzig und Frankfurt am Main. Dort werden sie gesammelt, formal und inhaltlich erschlossen, dauerhaft bewahrt und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Inzwischen umfasst der Bestand mehr als 57 Millionen Werke.

 

Das neue Dossier „Das Magazin der Republik: Die Deutsche Nationalbibliothek“ von Politik & Kultur, der Zeitung des Deutschen Kulturrates, lädt dazu ein, eine der wichtigsten Wissens- und Gedächtnisinstitutionen Deutschlands näher kennenzulernen. Es vermittelt Geschichte, Auftrag und Arbeitsweise der Deutschen Nationalbibliothek und richtet den Blick zugleich auf ihre Zukunft. Am 15. September 2026 wird das Dossier in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main öffentlich vorgestellt.

 

Die Beiträge zeigen die Vielfalt der Aufgaben der Deutschen Nationalbibliothek: von der Sammlung und Erschließung analoger und digitaler Veröffentlichungen über die Langzeitarchivierung und die Arbeit mit Normdaten bis hin zur Bewahrung des schriftlichen und musikalischen Kulturerbes. Zugleich nimmt das Dossier aktuelle Herausforderungen in den Blick:

 

Wie verändert die Digitalisierung den Sammel- und Bewahrungsauftrag? Wie können digitale Publikationen dauerhaft zugänglich bleiben? Und welche politischen und finanziellen Rahmenbedingungen benötigt die Deutsche Nationalbibliothek, um ihre Aufgaben auch künftig erfüllen zu können?

 

Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates und Herausgeber des Dossiers: „Die Deutsche Nationalbibliothek bewahrt das kulturelle Gedächtnis unseres Landes und stellt es der Gesellschaft zur Verfügung. Damit ist sie weit mehr als ein Archiv für Bücher: Sie ist eine unverzichtbare Infrastruktur für Kultur, Wissenschaft, Bildung und Öffentlichkeit. Das Dossier macht die enorme Bandbreite ihrer Arbeit sichtbar und zeigt zugleich, dass der Erhalt und die Weiterentwicklung dieser Wissensinfrastruktur eine dauerhafte kulturpolitische Aufgabe sind.“

 

Frank Scholze, Generaldirektor der Deutschen Nationalbibliothek: „Das Dossier von Politik & Kultur zeigt eindrucksvoll, wie vielfältig und relevant unsere Arbeit ist. Zugleich macht es deutlich, dass unser kulturelles Gedächtnis nicht von selbst erhalten bleibt, sondern kontinuierliche Investitionen in Infrastruktur, Fachwissen und digitale Technologien erfordert. Die Deutsche Nationalbibliothek ist eine Zukunftsinstitution: Sie bewahrt, was heute veröffentlicht wird, damit es morgen und weit darüber hinaus genutzt, erforscht und neu entdeckt werden kann.“

 

Das 88-seitige Dossier mit über 40 Beiträgen von mehr als 50 Autorinnen und Autoren erscheint als Beilage zur Ausgabe 9–10/2026 von Politik & Kultur und ist auch digital abrufbar. Ebenso ist eine barrierearme Version verfügbar. Die Printversion ist im Shop des Deutschen Kulturrates erhältlich.

 


 

Vorstellung des Dossiers am 15. September in Frankfurt am Main

 

Am Dienstag, den 15. September 2026, stellen die Deutsche Nationalbibliothek und der Deutsche Kulturrat das Dossier ab 18.30 Uhr in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main öffentlich vor.

 

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen die Bedeutung der Deutschen Nationalbibliothek für Kultur, Wissenschaft, Bildung und Öffentlichkeit sowie ihre künftigen Aufgaben. Nach einer Einführung von Olaf Zimmermann und Frank Scholze folgt ein Impuls des Hessischen Minister für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur Timon Gremmels sowie eine Paneldiskussion mit weiteren Gästen aus Politik und Kultur. Mit dabei sind auch die Bundestagsabgeordneten Awet Tesfaiesus und Klaus-Peter Willsch (angefragt). Es wird unter anderem diskutiert, wie die Digitalisierung den Sammel- und Bewahrungsauftrag verändert, welche Verantwortung der Bund für die Zukunft der Deutschen Nationalbibliothek trägt und welche Investitionen und politischen Rahmenbedingungen in den kommenden Jahren erforderlich sind.

 

Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Hessischen Rundfunk statt und wird von Doris Renck moderiert. Weitere Informationen und Anmeldung hier.

 

Pressekontakt

 

Deutscher Kulturrat
Theresa Brüheim
Leitung Kommunikation
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Deutsche Nationalbibliothek
Dr. Tina Bode
Pressesprecherin
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Über den Deutscher Kulturrat
Der Deutsche Kulturrat e.V. ist der Spitzenverband der Bundeskulturverbände. Er ist der Ansprechpartner der Politik und Verwaltung des Bundes, der Länder und der Europäischen Union in allen die einzelnen Sparten des Deutschen Kulturrates übergreifenden kulturpolitischen Angelegenheiten. Ziel des Deutschen Kulturrates ist es, kulturpolitische Diskussion auf allen politischen Ebenen anzuregen sowie für Kunst-, Publikations- und Informationsfreiheit einzutreten.

 

Über die Deutsche Nationalbibliothek
Die Deutsche Nationalbibliothek sammelt, dokumentiert und archiviert alle Werke in Schrift und Ton, die seit 1913 in Deutschland und weltweit über Deutschland oder in deutscher Sprache veröffentlicht werden, und macht sie der Öffentlichkeit zugänglich. Ihre umfassenden Dienstleistungen bietet sie an den beiden Standorten in Leipzig und Frankfurt am Main und in digitaler Form global an.

 

Mit dem Deutschen Buch- und Schriftmuseum und dem Deutschen Exilarchiv 1933–1945 verfügt die Deutsche Nationalbibliothek darüber hinaus über wertvolle und reichhaltige Sondersammlungen. Durch Lesungen, Ausstellungen, Vorträge und Konzerte macht sie regelmäßig auf ihre Bestände aufmerksam und fördert Buch-, Lese- und Musikkultur mit einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm.

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