Einladung: Maximale Provokation – maximale Aufregung oder kann über Integration auch anders debattiert werden?

Initiative kulturelle Integration bietet sachliche Debatte auf ihrer Jahrestagung an

Berlin, den 15.05.2018. In den letzten Wochen und Monaten werden hochemotionalisierte Debatten zur kulturellen Integration geführt. Gehört der Islam zu Deutschland? Muss in jeder Amtsstube ein Kreuz hängen? Und selbst beim Brötchenkaufen scheinen Integrationsfragen mittlerweile beherrschend zu sein.

 

Die Initiative kulturelle Integration stellt auf ihrer Jahrestagung am 29. Mai in Berlin diesen aufgeregten Debatten einen inhaltlichen Diskurs entgegen. Ausgehend von den im letzten Jahr vorgestellten 15 Thesen „Zusammenhalt in Vielfalt“ der Initiative wird auf der Tagung über die Themen Arbeit: Broterwerb oder Identitätsstifter?, Bürgerschaftliches Engagement: Leeres Versprechen oder Kitt für die Gesellschaft?, Religion: Versöhnerin oder Spalterin?, Medien: Filterbubble oder Lagerfeuer? und Erinnerungskultur: Zwangsbeglückung oder Chance zur Auseinandersetzung? diskutiert

 

  • „Zur Diskussion gestellt …“ Jahrestagung der Initiative kulturelle Integration
  • Wann: Dienstag, den 29. Mai 2018 10.00 bis 15.30 Uhr
  • Wo: W. M. Blumenthal Akademie, Fromet-und-Moses Mendelssohn-Platz 1, 10969 Berlin (gegenüber dem Jüdischen Museum)

 

Sie sind herzlich zum Mitdiskutieren eingeladen!

 

Die Diskussionsthemen im Einzelnen:

 

Arbeit: Broterwerb oder Identitätsstifter?
Diskutiert werden soll, wie Vielfalt bzw. Diversität in Unternehmen gelebt wird: Welche Herausforderungen bestehen für die Arbeitgeber- und welche für die Arbeitnehmerseite? Welche Hindernisse oder Probleme bestehen, um Vielfalt im Arbeitsalltag mit Leben zu erfüllen?

 

Bürgerschaftliches Engagement: Leeres Versprechen oder Kitt für die Gesellschaft?
Diskutiert werden soll, welchen Beitrag bürgerschaftliches Engagement für den gesellschaftlichen Zusammenhalt leistet: Wirken Vereine integrierend oder können sie auch ausgrenzend sein? Welchen Beitrag leistet das bürgerschaftliche Engagement für die Demokratie?

 

Religion: Versöhnerin oder Spalterin?
Diskutiert werden soll, welchen Beitrag Religion einerseits für den gesellschaftlichen Zusammenhalt leisten kann und wie andererseits Religion auch abgrenzend bzw. spaltend wirken kann: Welchen Beitrag leisten Kirchen und Religionsgemeinschaften für den gesellschaftlichen Zusammenhalt? Welche Bedeutung hat der interreligiöse Dialog?

 

Medien: Filterbubble oder Lagerfeuer?
Diskutiert werden soll, welchen Beitrag die Medien zum gesellschaftlichen Zusammenhalt leisten können oder ob sich längst viele nur noch in eigenen Medienwelten spiegeln: Wie zeigt sich Vielfalt in den Medien und zwar sowohl mit Blick auf das Programm als auch die Programmmacher vor und hinter Kamera und Mikrofon?

 

Erinnerungskultur: Zwangsbeglückung oder Chance zur Auseinandersetzung?
Diskutiert werden soll, wie die Vielschichtigkeit der Geschichte vermittelt werden kann: Welchen Beitrag kann die Auseinandersetzung mit der Geschichte für eine lebendige Demokratie leisten? Wie kann es gelingen, dass sich alle in Deutschland lebenden Menschen mit der deutschen Geschichte auseinandersetzen?

 

Der Moderator der Initiative kulturelle Integration, Olaf Zimmermann, sagte: „Markus Söders Kreuz-Debatte und Christian Lindners Bäckereivergleiche zeigen in bedrückender Weise, die Schwierigkeiten über Integrationsfragen ziel- und konsensorientiert zu diskutieren. Die Initiative kulturelle Integration hat schon bei der Erarbeitung ihrer 15 Thesen einen anderen Weg eingeschlagen. Wir wollen einen gesellschaftlichen Konsens über die Fragen der kulturellen Integration in unserer Gesellschaft befördern. Kommen Sie zu unserer Jahrestagung und beteiligen Sie sich an dieser Aufgabe.“

 


 

Ausführliche Informationen und das Anmeldeformular für die Jahrestagung der Initiative kulturelle Integration können hier als pdf-Datei geladen werden.

 


 

Vorheriger Artikel„Zur Diskussion gestellt …“ Einladung zur Jahrestagung der Initiative kulturelle Integration
Nächster ArtikelKippa, Kopftuch, Kreuz: Gehören religiöse Symbole in die Öffentlichkeit?