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Rat für Baukultur

Der Rat für Baukultur ist eine Sektion des Deutschen Kulturrates, des Spitzenverbandes der Bundeskulturverbände. Der Rat für Baukultur macht sich für die Interessen der Baukultur im Deutschen Kulturrat und gegenüber Politik und Öffentlichkeit stark. Mitglieder des Rates für Baukultur sind Bundesverbände aus den Bereichen Architektur, Innenarchitektur, Landschaftsarchitektur, Stadtplanung, Ingenieurbaukunst und Denkmalschutz.

www.baukulturrat.de

 

Rat für darstellende Kunst und Tanz

Im Rat für darstellende Kunst und Tanz sind Verbände und Gewerkschaften aus den Bereichen Theater und Tanz versammelt. Sie treten für die darstellenden Künste im Deutschen Kulturrat und gegenüber Presse und Öffentlichkeit ein. Innerhalb des Deutschen Kulturrates vertreten sie die Sparte darstellende Kunst und Tanz.

 

Rat für Soziokultur und kulturelle Bildung

Im Rat für Soziokultur und kulturelle Bildung haben sich Verbände, Organisationen und Bundesakademien aus den Bereichen Soziokultur und kulturelle Bildung zusammengeschlossen. Der Rat für Soziokultur und kulturelle Bildung ist eine Sektion des Deutschen Kulturrates.

 

Rechtliche Rahmenbedingungen

Unter rechtlichen Rahmenbedingungen werden die gesetzlichen Bestimmungen etwa durch das Grundgesetz, das Arbeits- und Sozialrecht, das Urheberrecht, das Steuerrecht und anderes mehr verstanden. Sie bieten den Rahmen für Aktivitäten von Privatpersonen, Unternehmen oder auch Vereinigungen.

 

Reichskulturkammer

Die Reichskulturkammer wurde am 22. September 1933 durch ein Gesetz als öffentliche Körperschaft gegründet. Sie unterstand unmittelbar dem Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda. Die Mitglieder der berufsständischen künstlerischen Dachorganisationen mussten Mitglied in der Reichskulturkammer werden. Am 12. Februar 1934 wurde die Reichskulturkammer kooperatives Mitglied der Deutschen Arbeitsfront. Die Reichskulturkammer war gegliedert in: Reichsfilm-, Reichsmusik-, Reichstheater-, Reichspresse-, Reichsschrifttumskammer, Reichskammer der bildenden Künste und Reichsrundfunkkammer. Die Reichskulturkammer diente der Gleichschaltung der Kultur während des Nationalsozialismus. Um weiterhin arbeiten zu können, mussten Kulturschaffende, Kunsthandwerker aber auch Kunsthändler und Restauratoren Mitglied der Reichskulturkammer sein. Von vorneherein ausgeschlossen und damit letztlich mit Berufsverbot belegt waren jüdische Künstler, Künstler, die sogenannte entartete Kunst schufen oder sogenannte Kulturbolschewisten. Das Aufgabengebiet der Reichskulturkammer erstreckte sich aber nicht nur auf die Erteilung von Arbeitserlaubnissen für Künstler, sie erließ ebenso inhaltliche Vorgaben für künstlerische Werke. Präsident der Reichskulturkammer war Joseph Goebbels.

 

Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda

Das Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda, kurz Reichspropagandaministerium wurde am 19. März 1933 etabliert. Minister war Joseph Goebbels. Aufgabe des Reichspropagandaministeriums war die inhaltliche Lenkung von Kultur, Presse und Rundfunk. Zur Kontrolle von Kunst, Kultur und Medien bediente sich das Reichspropagandaministerium unter anderem der Reichskulturkammer.

 

Reichsschrifttumskammer

Die Reichsschrifttumskammer war eine der Kammern der Reichskulturkammer. Schriftsteller, die während des Nationalsozialismus veröffentlichen wollten, mussten ab 1934 Mitglied der Reichsschrifttumskammer sein. Von vorneherein ausgeschlossen waren jüdische Autoren sowie Schriftsteller, deren Werke als „volksschädlich“ bezeichnet wurden. Auszubildende im Buchhandel mussten ab 1935 vier Wochen lang die „Reichsschule des deutschen Buchhandels“ besuchen. Ab März 1939 mit Inkrafttreten der „Anordnung zum Schutze der verantwortlichen Persönlichkeit im Buchhandel“ hafteten Verleger und Buchhändler für die von ihnen verlegten oder vertriebenen Werke.

 

Rundfunkanstalten

Die Rundfunkanstalten werden in öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten und private Rundfunkanstalten unterschieden. Gemeinsam ist ihnen, dass sie der Massenkommunikation zuzuordnen sind, also ein redaktionell gestalteter Beitrag einer Rundfunkanstalt sich an viele, die Masse, richtet. Rechtlich geregelt werden Auftrag, Abgrenzung und Präsenz im Internet durch Rundfunkstaatsverträge, die von den Bundesländern geschlossen werden.

 

Mehr als 200 Schlüsselwörter der Kulturpolitik hat Olaf Zimmermann in seinem Buch Kulturpolitik auf den Punkt gebracht – Kommentare und Begriffe zusammengetragen. Dieses „kulturpolitische Alphabet“ bildet eine informative Kurzübersicht zur Kulturpolitik und kann hier kostenfrei durchsucht werden.

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