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Pädagogischer Austauschdienst

Bereits im Jahr 1952 richtete die Kultusministerkonferenz (Ständige Konferenz der Kultusminister in der Bundesrepublik Deutschland) den Pädagogischen Austauschdienst (PAD) als zentrale Anlaufstelle für den internationalen Lehrer- und Schüleraustausch ein. Erste Programme waren Austauschprogramme von Fremdsprachenassistenten und Deutschlernenden, die Wettbewerbe gewonnen haben. Beide Programme werden nach wie vor durchgeführt. Anfang der 1990er-Jahre begann die Zusammenarbeit mit Israel, und Partnerprogramme mit ost- und südosteuropäischen Staaten wurden eingeführt. Heute ist der PAD ein wichtiger Partner für europäische Bildungsprogramme und in der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik mit Blick auf Partnerschulenprogramme aktiv.

www.kmk-pad.org

 

PISA

Das „Programme of International Student Assesment“ (PISA), auf deutsch „Programm zur internationalen Schülerbewertung“, ist eine Schulleistungsuntersuchung der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung). PISA misst in regelmäßigen Abständen die Kenntnisse und Fähigkeiten von 15-Jährigen in den Bereichen: Lesekompetenz, mathematische Kompetenz und naturwissenschaftliche Grundbildung. Die PISA-Studien werden im Auftrag der Regierungen durchgeführt. In Deutschland ist die Kultusministerkonferenz (Ständige Konferenz der Kultusminister in der Bundesrepublik Deutschland) verantwortlich. Die Ergebnisse werden in einer Ranking-Liste der an der Studie beteiligten Staaten veröffentlicht. Anspruch der OECD ist es, mit den PISA-Studien Veränderungen im Bildungswesen der beteiligten Staaten auszulösen. In Deutschland löste die erste PISA-Studie mit der Vertiefung Lesekompetenz den sogenannten PISA-Schock und danach eine Reihe von Bildungsreformen aus. Neben dem vergleichsweise schlechten Abschneiden deutscher 15-Jähriger war ein maßgebliches Ergebnis der ersten PISA-Studie, dass die soziale Ungleichheit und Bildungsbenachteiligung von Kindern aus bildungsfernen Schichten in Deutschland besonders auf fallend ist.

 

Private Rundfunkanstalten

Private Rundfunkanstalten finanzieren sich anders als öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten nicht aus Gebühren, sondern aus dem Verkauf von Werbezeiten, Abonnementmodelle, Verkaufsfernsehen oder Call-In. Der Betrieb einer privaten Rundfunkanstalt muss durch eine Landesmedienanstalt genehmigt werden.

 

Projektförderung

Im Unterschied zur Institutionellen Förderung wird bei der Projektförderung ein bestimmtes zeitlich und inhaltlich abgegrenztes Projekt durch eine öffentliche Förderung finanziell unterstützt. Projektförderungen können im Rahmen von Programmen oder auch einzeln gewährt werden.

 

Mehr als 200 Schlüsselwörter der Kulturpolitik hat Olaf Zimmermann in seinem Buch Kulturpolitik auf den Punkt gebracht – Kommentare und Begriffe zusammengetragen. Dieses „kulturpolitische Alphabet“ bildet eine informative Kurzübersicht zur Kulturpolitik und kann hier kostenfrei durchsucht werden.

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