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Illegales Kopieren

Unter illegalem Kopieren wird die Anfertigung einer Kopie eines urheberrechtlich geschützten Werkes verstanden, die nicht durch die erlaubte Privatkopie im Urheberrecht abgedeckt ist. Auch wenn das Phänomen des Kopierens und der Raubkopien nicht neu ist, hat es erst durch die digitalen Techniken, die die Erstellung eines Klons ohne Qualitätsverlust zum Original erlauben, größere wirtschaftliche Bedeutung erhalten. Das illegale Kopieren urheberrechtlich geschützter Werke ist strafbar.

 

Informationsbüros für die Europäischen Kulturförderprogramme (CCP)

Das Informationsbüro für die Europäischen Kulturförderprogramme, Cultural Contact Point (CCP), wurde 1997 vom Deutschen Kulturrat in Kooperation mit der Kulturpolitischen Gesellschaft gegründet. Ziel des CCP ist es, über die Europäische Kulturförderprogramme zu beraten und Hilfestellung bei der Antragstellung zu geben. Seit 2004 ist die Kulturpolitische Gesellschaft Träger des CCP. Der Deutsche Kulturrat war bis zum 31. Dezember 2013 Kooperationspartner. Das CCP wird unter anderem aus Mitteln Der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien finanziert.

www.ccp-deutschland.de

 

Institut für Auslandsbeziehungen

Das Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) geht auf eine Gründung aus dem Jahr 1917 zurück. Es wurde 1917 als „Museum und Institut zur Kunde des Auslandsdeutschtums und zur Förderung deutscher Interessen im Ausland“ in Stuttgart gegründet und noch im selben Jahr in „Deutsches Auslandsinstitut“ umbenannt. Kernaufgabe war die Verbesserung des Ansehens Deutschlands in der Welt, die Beratung Auswanderungswilliger und die Betreuung von Auslandsdeutschen. Das Deutsche Auslandsinstitut unterhielt eine Fachbibliothek und gab eine Zeitschrift heraus. Im Jahr 1933 wurde das Institut gleichgeschaltet. Es beteiligte sich an Rassenpolitik, arbeitete mit der Gestapo und NSDAP zusammen. Ein Arbeitsgebiet war unter anderem die Propagierung, Vorbereitung,
Durchführung und Auswertung von Umsiedlungen in den eroberten osteuropäischen Gebieten. Das Deutsche Auslandsinstitut konnte nach 1945 vorerst weiterarbeiten. Es wurde im Juli 1949 als „Institut für Auslandsbeziehungen“ (ifa) neu gegründet. Der erste Bundespräsident der neuen Bundesrepublik Deutschland Theodor Heuss sprach vom ifa als einer „Elementarschule für den Verkehr mit dem Ausland“. Das ifa organisierte Ausstellungen bildender Kunst und führte Seminare durch, in denen Ausländer über das Ausland informierten. Ebenso wurden Deutschkurse für Ausländer durchgeführt. Ein Schwerpunkt war ab Anfang der 1970er-Jahre die Vermittlung von Ausstellungen deutscher bildender Kunst in das Ausland. Kunst aus dem Ausland wurde in den ifa-Galerien gezeigt. Heute gehört das ifa zu den Mittlerorganisationen der Auswärtiger Kultur- und Bildungspolitik. Es gibt neben der Zeitschrift Kulturaustausch weitere Publikationen zur Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik heraus, unterhält eine Fachbibliothek und führt Forschungsprogramme durch.

www.ifa.de

 

Institutionelle Förderung

Die Institutionelle Förderung ist eine Zuwendungsform, bei der die gesamten Ausgaben oder ein nicht abgegrenzter Teil der Ausgaben eines Zuwendungsempfängers aus der Zuwendung finanziert werden. Grundlage für die Gewährung von Zuwendungen sind die Paragraphen 23 und 44 der Bundeshaushaltsordnung (siehe hierzu auch Haushaltsrecht), in denen unter anderem beschrieben wird, dass der Staat zur Erfüllung von Aufgaben, an denen er ein erhebliches Interesse hat, die er aber nicht auf andere Weise erfüllen kann, Zuwendungen ausreichen kann. Die Mittel müssen jedes Jahr neu beantragt werden und werden jeweils nur für ein Jahr bereitgestellt. Dennoch handelt es sich bei Institutionellen Förderungen um Dauerförderungen. Typische institutionell geförderte Einrichtungen sind Forschungsinstitute der Leibniz-Gemeinschaft. Das Gegenstück zur Institutionellen Förderung ist die Projektförderung.

 

Interessenverbände

Die Bildung von Vereinen und Zusammenschlüssen ist grundgesetzlich verbürgt. Die Besonderheit von Interessenverbänden besteht darin, dass sie politische Interessen verfolgen und auf die Gesetzgebung Einfluss nehmen wollen. Beim Präsidenten des Deutschen Bundestags besteht eine Liste, in der Spitzenverbände mit bundespolitischem Interesse (Lobbyliste) eingetragen sind. Interessenverbände bündeln die Meinungen ihrer Mitglieder, seien es natürliche oder juristische Personen, und vertreten diese Interessen gegenüber der Öffentlichkeit, der Politik, der Verwaltung und den Medien. In den Geschäftsordnungen des Deutschen Bundestags und der Bundesregierung ist niedergelegt, dass Interessenverbände in die Entscheidungsfindung einbezogen werden sollen. So werden Vertreter von Interessenverbänden sowohl von Ausschüssen des Deutschen Bundestags angehört, als auch bei Anhörungen von Ministerien gehört.

 

Interkulturelle Bildung

Unter interkultureller Bildung wird angesichts der Globalisierung die permanente Aufgabe verstanden, sich mit der Kultur im Ausland, aus dem Ausland sowie der im Inland lebenden Menschen ausländischer Herkunft auseinanderzusetzen. Interkulturelle Bildung ist so eine gesamtgesellschaftliche Querschnittsaufgabe, die jeden betrifft. Insbesondere Kultur- und Bildungseinrichtungen sind gefordert, interkulturelle Bildung in die Bildungsangebote zu integrieren.

 

Internationale Weiterbildung und Entwicklung – InWent

Im Jahr 2002 wurde die Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH (InWent) gegründet. Sie ist ein Zusammenschluss der Deutschen Stiftung für internationale Entwicklung und der Carl-Duisberg-Gesellschaft. Die Hauptaufgabe bestand in der Qualifizierung von Fach- und Führungskräften aus Entwicklungsländern. Im Jahr 2010 fusionierte InWent mit dem Deutschen Entwicklungsdienst und der Deutschen Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ) zur Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ).

 

Mehr als 200 Schlüsselwörter der Kulturpolitik hat Olaf Zimmermann in seinem Buch Kulturpolitik auf den Punkt gebracht – Kommentare und Begriffe zusammengetragen. Dieses „kulturpolitische Alphabet“ bildet eine informative Kurzübersicht zur Kulturpolitik und kann hier kostenfrei durchsucht werden.

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