C

Computerspiele

Ein Computerspiel ist ein Computerprogramm, das es ermöglicht allein oder mit mehreren zusammen ein Spiel zu spielen. Unter dem Oberbegriff Computerspiele werden Spiele zusammengefasst, die auf dem PC, mit einer speziellen Spielkonsole oder dem Mobiltelefon gespielt werden. Computerspiele sind Teil der Alltagskultur. Traditionell werden sie besonders häufig von Kindern und Jugendlichen gespielt, auch wenn der Markt an sogenannten Serious Games, die sich an Erwachsene richten, stetig wächst. Die Diskussion um Computerspiele war insbesondere im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts stark von der Frage der Computerspielesucht geprägt. Ebenso spielte in der Debatte um Computerspiele eine wichtige Rolle, inwiefern es sich um sogenannten Schund oder um Kunst handelt. Die Entwicklung pädagogisch wertvoller Computerspiele wird durch den Deutschen Computerspielpreis unterstützt, der bis 2014 anteilig von der Computerspielewirtschaft und Dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien finanziert wurde. Seit dem Jahr 2014 wird der Anteil des Bundes vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur erbracht.

 

Comprehensive Economic and Trade Agreement

CETA (Comprehensive Economic and Trade Agreement) ist das geplante Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Kanada. CETA soll dazu dienen, den Handel von Gütern und Dienstleistungen zwischen Kanada und der Europäischen Union zu verbessern, bestehende Handelshemmnisse zu beseitigen und die niedrigen Zölle zu senken.

 

Wer hat CETA verhandelt?

Das CETA-Abkommen wurde zwischen Mitarbeitern der EU-Kommission, federführend ist die Generaldirektion Handel (DG Trade) und der kanadischen Regierung vom April 2009 bis Mitte 2014 verhandelt. Das Thema Investitionsschutz wurde im Jahr 2011 in die Verhandlungen einbezogen. Die Verhandlungen wurden am 26. September 2014 auf dem EU-Kanada-Gipfel in Ottawa (Kanada) abgeschlossen.

 

Was ist Grundlage der Verhandlungen?

Verhandlungsgrundlage war das von den europäischen Staats- und Regierungschefs im April 2009 verabschiedete Verhandlungsmandat.
Positiv- oder Negativlisten?
In bisherigen Freihandelsabkommen wurde in sogenannten Positivlisten beschrieben, welche Bereiche von dem Abkommen erfasst werden sollen. CETA ist das erste Abkommen der EU-Kommission, bei dem Negativ- statt Positivlisten erstellt wurden. Das bedeutet, dass festgelegt wurde, welche künftigen Geschäftsfelder vom Abkommen nicht berührt werden sollen. Gerade mit Blick auf die sich dynamisch entwickelnden digitalen Verbreitungswege kann heute noch nicht abgeschätzt werden, welche Bereiche besser ausgenommen würden. Investitionsschutz
Investitionsschutz im CETA-Abkommen bedeutet, dass kanadische Unternehmen in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union wie inländische Unternehmen und umgekehrt Unternehmen aus den EU-Mitgliedstaaten in Kanada wie inländische Unternehmen behandelt werden. Das heißt, dass kanadischen Unternehmen von den Mitgliedstaaten der Europäischen Union Rechte wie Inländerbehandlung, Schutz vor Enteignung oder auch Kapital- und Ertragstransfer eingeräumt werden.
Im Abkommen ist ein Investor-Staat-Schiedsverfahren (ISDS) verankert. Das heißt, dass Investoren Staaten verklagen können, wenn sie ihre Geschäftstätigkeit durch politische Entscheidungen beeinträchtigt sehen. Die Verhandlungen finden vor einem internationalen Schiedsgericht statt, dessen Entscheidungen bindend sind. Es gibt keine Revisionsmöglichkeit. Investor-Staat-Schiedsverfahren werden üblicherweise zwischen Staaten vereinbart, die über kein vergleichbares Rechtssystem verfügen.

 

Was passiert aktuell?

Derzeit findet die Rechtsförmlichkeitsprüfung des CETA-Verhandlungstextes statt. Diese wird bis Frühjahr 2015 dauern. Das Europäische Parlament wird voraussichtlich im März/April 2015 eine Entschließung zu CETA verabschieden. Nach Abschluss der Rechtsförmlichkeitsprüfung wird das Abkommen in die 24 Amtssprachen der EU übersetzt. Dies wird voraussichtlich bis Ende Sommer 2015 dauern.
Der Rat wird sich im Herbst 2015 mit dem Abkommen befassen und es unterzeichnen. Darauf folgt das Zustimmungsverfahren im Europäischen Parlament.
Die Bundesregierung geht davon aus, dass es sich um ein gemischtes Abkommen handelt. Sollte sie sich mit dieser Auffassung durchsetzen, muss ein Ratifizierungsverfahren in den Mitgliedstaaten erfolgen, das voraussichtlich zwei Jahre in Anspruch nehmen wird.

 

Was heißt das für die Kultur?

Kanada hat den Kultur- und Medienbereich unter Berufung auf die „UNESCO-Konvention über den Schutz und die Förderung der kulturellen Vielfalt“ aus dem Abkommen ausgenommen. Das heißt, dass Kultur- und Medienunternehmen aus Mitgliedstaaten der Europäischen Union, die in Kanada investieren, keine besonderen Vorzüge aus dem Abkommen genießen. Die Europäische Kommission hat den Kultur- und Medienbereich nicht in Gänze sondern nur audiovisuelle Medien ausgenommen. Kanadische Kulturunternehmen erhalten durch das Abkommen einen erleichterten Marktzugang zum EU-Binnenmarkt.
Im Kulturbereich ist neben der öffentlichen Kulturförderung vor allem die Kulturwirtschaft betroffen. In Europa und speziell auch in Deutschland gibt es eine ausdifferenzierte Kulturwirtschaft. Viele kulturwirtschaftliche Güter und Dienstleistungen sind sprachgebunden. Sie werden vor allem für den nationalen und gegebenenfalls europäischen Markt erstellt.

 

Corporate Citizenship

Corporate Citizenship (CC) ist ein Teilbereich der Corporate Social Responsibility von Unternehmen. CC bezieht sich in erster Linie auf Sponsoring, Spenden und Stiftungen im lokalen Umfeld des Unternehmens.

 

Corporate Social Responsibility

Unter dem Begriff Corporate Social Responsibility (CSR) werden freiwillige Aktivitäten von Unternehmen zusammengeführt, bei denen über das unmittelbare ökonomische Interesse hinausgehend soziale oder Umweltaspekte in der Unternehmensphilosophie ihren Ausdruck finden. Dazu kann das Corporate Citizenship (CC) gehören.

 

Cultural Contact Point

Siehe: Informationsbüros für die Europäischen Kulturförderprogramme

 

Mehr als 200 Schlüsselwörter der Kulturpolitik hat Olaf Zimmermann in seinem Buch Kulturpolitik auf den Punkt gebracht – Kommentare und Begriffe zusammengetragen. Dieses „kulturpolitische Alphabet“ bildet eine informative Kurzübersicht zur Kulturpolitik und kann hier kostenfrei durchsucht werden.

Vorheriger ArtikelZ
Nächster ArtikelD