24. – 28. Mai: Siebenhundert Kulturveranstaltungen auf dem Evangelischen Kirchentag in Berlin

Deutscher Kulturrat unterstützt das Kulturprogramm auf dem 36. Deutschen Evangelischen Kirchentag

Berlin, 6. April 2017. Zum Evangelischen Kirchentag im Mai erwartet Besucherinnen und Besucher ein umfangreiches kulturelles Programm. Highlights und persönliche Favoriten aus über 700 Veranstaltungen stellten heute in Berlin Markus Dröge, Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats und Vorsitzender des Beirats „Zeig dich! Kultur zum Kirchentag“ und Jakob Haller, Verantwortlicher für Jugend und Kultur des Kirchentages, vor. Komponist Nicolas Ruegenberg und der syrische Musiker Mohamad Fityan ließen die Sinfonie „Unisono“ anklingen, die auf dem Kirchentag Ihre Uraufführung erlebt.

 

Bischof Markus Dröge betonte die lange Tradition des Dialogs von Kunst und Kirche: „Die Losung des Kirchentages ‚Du siehst mich‘ vergewissert uns, dass wir Menschen Gott nicht gleichgültig sind. Das Thema des Regionalen Kulturprogramms zum Kirchentag dreht nun die Perspektive um. Denn es heißt: ‚Zeig dich!‘ Beides gehört zusammen. In dem Vertrauen von Gott wahrgenommen zu werden, zeigen Künstlerinnen und Künstler und Einrichtungen mutig und kreativ, wie sie mit Farbe und Licht, Ton und Performance uns einladen, neue und frühere Ausdrucksformen des Glaubens zu entdecken. Ich bin sehr gespannt auf die Ausstellungen, Konzerte, Lesungen, Installationen und Performance-Darbietungen und lade Sie ein, sie zu entdecken.“

 

Die Berliner Kirchen St. Elisabeth, St. Matthäus, Zwinglikirche und Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche werden während des Kirchentages zu Kulturkirchen in denen „Zeig dich!“-Künstler ausstellen und kulturpolitische Veranstaltungen stattfinden. „Darüber hinaus bieten 33 Kultureinrichtungen aus Berlin und Potsdam in Kooperation mit dem Kirchentag ein spannendes Programm. Das dürfte selbst für das kulturverwöhnte Berlin etwas Besonderes sein!“, so Olaf Zimmermann.

 

Jakob Haller hob den Mitmach-Charakter des Kulturprogramms hervor: „Nirgends wird die partizipative Grundidee des Kirchentages so deutlich. Neben den über 5.500 Mitwirkenden in Bläser- und Sängerchören beteiligen sich viele Gruppen mit Aufführungen, Ausstellungen und Bandkonzerten aktiv an der Gestaltung des Programms auf 55 Bühnen. All diese Gruppen haben sich Gedanken zu Losung und Themen des Kirchentages gemacht.“ Zahlreiche renommierte Bühnenkünstlerinnen und Künstler seien außerdem dabei, unter anderem Max Giesinger, Yvonne Catterfeld, Omer Klein, Bodo Wartke, Eckart von Hirschhausen, Nina Hagen und Michael Wollny.

 

Komponist Nicolas Ruegenberg sieht in seiner interkulturellen Sinfonie, die ein Thema in der Zusammenarbeit mit geflüchteten Musikern in landestypischen Arten variiert, ein Zeichen für Völkerverständigung: „Ich möchte mit meiner Komposition am Beispiel der Musik zeigen, dass sich unterschiedliche Kulturen gegenseitig bereichern und gemeinsam etwas Großartiges entstehen kann. Mit den Berliner Symphonikern wird im Rahmen des Kirchentages Open Air auf dem Berliner Gendarmenmarkt ein eindrucksvolles musikalisches Zeichen für Gemeinsamkeit und Zusammenhalt gesetzt.“

 

Über den Kirchentag

 

Der Deutsche Evangelische Kirchentag besteht seit 1949 und findet alle zwei Jahre in einer anderen deutschen Stadt statt. Der 36. Deutsche Evangelische Kirchentag ist vom 24. bis 28. Mai 2017 in Berlin und Wittenberg zu Gast.

 

  • Das Programmheft des Kirchentages in PDF-Form zum Herunterladen finden Sie hier!

 

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