Nicht an der Nachwuchsförderung sparen!
Deutscher Kulturrat fordert, die musisch-künstlerischen Wettbewerbe zu erhalten
Berlin, den 29.03.2003. Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, hat mit großer Sorge den Haushaltsplanungen für die Jahres 2004 bis 2006 entnommen, dass die durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Wettbewerbe gekürzt werden sollen. Von diesen Kürzungen wären auch die musisch-künstlerischen Wettbewerbe betroffen.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert zur Zeit folgende Wettbewerbe:
- Bundeswettbewerb Kunststudenten stellen aus,
- Bundeswettbewerb Schüler komponieren – Treffen junger Komponisten,
- Bundeswettbewerb zur Förderung des Schauspielnachwuchses,
- Schüler machen Filme und Videos (Schülerfilmfestival),
- Schüler machen Lieder – Treffen Junge Musik-Szene,
- Schüler machen Theater – Theatertreffen der Jugend,
- Schüler schreiben – Treffen junger Autoren.
Die Wettbewerbe richten sich an künstlerisch begabte Jugendliche bzw. junge Studierende. Alle Wettbewerbe finden in Verbindung mit renommierten Kulturinstitutionen statt, die durch ihr Know-how, ehrenamtliches Engagements und Sachleistungen zum Gelingen der Wettbewerbe und damit der Förderung von Begabungen beitragen. Die Wettbewerbe sind oftmals auf Bundesebene das einzige Instrumentarium zur Förderung dieser Begabungen.
Eines der wichtigsten Ergebnisse der PISA-Studie war, dass neben den leistungsschwachen Schülerinnen und Schülern auch die leistungsstarken in Deutschland zu wenig Förderung erfahren. Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten musisch-künstlerischen Wettbewerbe bekennen sich zur Förderung besonders begabter Jugendlicher oder junger Studierender. Sie sind ein gelungenes Beispiel effektiver Zusammenarbeit von Schule und außerschulischen Einrichtungen sowie des Zusammenwirkens von Bund und Ländern. Durch eine Kürzung oder gar den Wegfall der Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung stünde der Fortbestand der Wettbewerb auf dem Spiel.
Wir fordern die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Edelgard Bulmahn, und die verantwortlichen Politikerinnen und Politiker im Deutschen Bundestag auf, sich für den Erhalt der musisch-künstlerischen Wettbewerbe einzusetzen. Auch in finanzpolitischen schwierigen Zeiten darf die Investition in besondere Begabungen nicht vernachlässigt werden.
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