ZurückBerlin, den 18.01.2005. Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, begrüßt, dass die Staatsministerin Dr. Christina Weiss, das Vorhaben eines Berliner Verlegers 20.000 Ein-Euro-Jobber über zwei Jahre zur Digitalisierung von Kulturgut einzusetzen, als "befremdlich" bezeichnet hat.
Noch zu Beginn dieses Jahres hatte es den Anschein, als könnte das Vorhaben trotz der von fachlicher Seite vorgebrachten erheblichen Bedenken mit der Unterstützung der Behöre der Kulturstaatsministerin rechnen. Die Kulturstaatsministerin hat nunmehr unmissverständlich klar gemacht, dass das Projekt von ihr nicht unterstützt wird.
Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: "Es ist gut, dass die Kulturstaatsministerin nun klar gestellt hat, dass sie den massenhaften Einsatz von Ein-Euro-Kräften zur Digitalisierung von Kulturgut ebenso kritisch gegenübersteht wie der Deutsche Kulturrat. Ich hoffe sehr, dass dieses Vorhaben nunmehr auch von den Arbeitsagenturen keine Unterstützung erhalten wird. Die generelle Frage des Umgangs mit Ein-Euro-Jobs im Kulturbereich ist damit aber noch nicht geklärt. Hier gilt es, Chancen und Risiken sorgfältig abzuwägen. Jetzt müssen Kriterien für den Einsatz von Ein-Euro-Jobbern im Kulturbereich entwickeln werden. Wir hoffen dabei auf die Unterstützung durch die Kulturstaatsministerin."