Wer für das Gemeinwohl tätig wird, sollte der Gemeinschaft sagen: Was die Organisation tut, woher die Mittel stammen, wie sie verwendet werden und wer die Entscheidungsträger sind.
Transparency Deutschland hat daher mit zahlreichen Partnern aus dem gemeinnützigen Sektor, u.a. dem
Deutschen Kulturrat, die
Initiative Transparente Zivilgesellschaft ins Leben gerufen. Die Unterzeichner der Initiative verpflichten sich freiwillig, in zehn präzise definierten Punkten offen zu legen: welche Ziele die Organisation genau anstrebt, woher die Mittel stammen, wie sie verwendet werden und wer die Entscheidungen darüber trifft.
Zehn Antworten zu den Zielen, den Einnahmen und Ausgaben sowie den Entscheidungsträgern des Deutschen Kulturrates e.V.:
1. Name, Sitz und Gründungsjahr unserer Organisation
Name: Deutscher Kulturrat e.V., Berlin, gegründet als Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kulturrat 1981, seit 1995 Deutscher Kulturrat e.V.
2. Vollständige Satzung sowie Angaben zu den Zielen des Deutschen Kulturrates
Der Deutsche Kulturrat e.V. ist der Ansprechpartner der Politik und Verwaltung des Bundes, der Länder und der Europäischen Union in allen die einzelnen Sparten des Deutschen Kulturrates e.V. übergreifenden kulturpolitischen Angelegenheiten. Ziel des Deutschen Kulturrates e.V. ist es, bundesweit spartenübergreifende Fragen in die kulturpolitische Diskussion auf allen Ebenen einzubringen.
Die Satzung des Deutschen Kulturrates e.V. (letzte Änderung 25.09.2008) kann
hier abgerufen werden.
3. Datum des jüngsten Bescheides vom Finanzamt über die Anerkennung als steuerbegünstigte Körperschaft
18.06.2009
4. Name und Funktion der wesentlichen Entscheidungsträger
Der
Sprecherrat des Deutschen Kulturrates beschließt die jährlich und langfristigen Arbeitsprogramme des Vereins. Darüber hinaus berät er den Vorstand bei der Durchführung seiner Aufgaben.
5. Bericht über Tätigkeiten
6. Personalstruktur
7. Mittelherkunft (2009)
Der Deutsche Kulturrat finanziert sich aus vier Quellen:
- seinen Mitgliedsbeiträgen
- den ersparten Kosten durch Übernahme von Leistungen durch die Mitglieder
- zweckgebundenen Zuwendungen von Bundesbehörden im Rahmen von Projekten
- Einnahmen aus Buchverkäufen sowie Projekten im Rahmen des wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs
Mitgliedsbeiträge
Im Jahr 2009 hatte der Deutsche Kulturrat 17.896,00 Euro aus Mitgliedsbeiträgen eingenommen.
Ersparte Kosten durch Übernahme von Leistungen durch die Mitglieder
Die Kosten, die durch die ehrenamtliche Mitwirkung in den Gremien des Deutschen Kulturrates entstehen, werden vom Deutschen Kulturrat bis auf die Reisekosten für die Präsidiumsmitglieder nicht erstattet. Alle sonstigen Reisekosten sowie gegebenenfalls Aufwandsentschädigungen werden von den Sektionen (Mitglieder) bzw. den Mitgliedsverbänden der Sektionen übernommen. Ebenfalls werden für die Veröffentlichung von Beiträgen in der Zeitung des Deutschen Kulturrates,
politik und kultur, in der Regel keine Honorare gezahlt.
Zweckgebundene Zuwendungen von Bundesbehörden im Rahmen von Projekten
Im Jahr 2009 hat der Deutsche Kulturrat drei Projekte durchgeführt, für die er zweckgebunden eine Projektförderung des Bundes erhielt:
- Projekt „Bündelung verbandlicher Kulturpolitik unter spartenübergreifendem Blickwinkel und Politikberatung durch den Deutschen Kulturrat e.V.“, Förderer: Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien, Fördersumme: 204.000 Euro
- Projekt „Ausgezeichnet! Auszeichnung von kulturpolitischen Lebensleistungen mit dem Kulturgroschen des Deutschen Kulturrates, Förderer: Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien, Fördersumme: 3.765 Euro
- Projekt „Strukturbedingungen für eine gelingende interkulturelle Bildung“, Förderer: Bundesministerium für Bildung und Forschung, Fördersumme: 94.000 Euro
Insgesamt beträgt die Summe an Projektförderungen 2009: 301.765 Euro.
Einnahmen aus Buchverkäufen sowie Projekten im Rahmen des wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs
Der Deutsche Kulturrat ist Herausgeber verschiedener kulturpolitischer Publikationen. Ebenso erscheint bei ihm die Zeitung
politik und kultur, die im Abonnement erhältlich ist. Im Jahr 2009 hat der Deutsche Kulturrat
16.555,68 Euro aus dem
Verkauf an Publikationen erwirtschaftet.
Weiter hat der Deutsche Kulturrat im Jahr 2009 die Studie „
Der WDR als Kulturakteur“ erarbeitet. Dieser Auftrag ist ebenso dem wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb zuzuordnen. Er erhielt hierfür im Jahr 2009
71.244,00 Euro.
Die Mittelherkunft verteilte sich 2009 wie folgt:
- 74% zweckgebundene Zuwendungen von Bundesbehörden
- 22% wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb
- 4% Mitgliedsbeiträge
8. Mittelverwendung (2009)
Die Mittelverwendung wird jährlich in Stichproben durch die gewählten ehrenamtlichen Kassenprüfer geprüft und das Ergebnis der jährlich stattfindenden Mitgliederversammlung vorgetragen. Die Verwendung der Mittel aus Zuwendungen wird durch die Bundesbehörden (Bundesverwaltungsamt für den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie Bundesministerium für Bildung und Forschung) geprüft. Mit der Anfertigung des steuerlichen Jahresabschlusses hat der Deutsche Kulturrat die Firma BDO beauftragt.
Der größte Teil der Mittel wird für Personalkosten aufgewendet, was in den in der Satzung beschriebenen Aufgaben des Deutschen Kulturrates begründet liegt. Bei den Sachkosten ist die größte Position die Druckkosten. Sie beinhalten neben dem Druck auch die Herstellung sowie den Postvertrieb der Zeitung politik und kultur. Zu den Druckkosten zählen ebenfalls die Kosten für den Druck der Publikationen. Die Erlöse aus dem Verkauf der Publikationen kommen den gemeinnützigen Zwecken des Deutschen Kulturrates zugute.
Personalkosten
- Personalkosten für hauptberufliche Mitarbeiter, Praktikanten und Aushilfen: 231.969,15 Euro (im Jahr 2009 waren bis zur Jahreshälfte vier hauptamtliche Mitarbeiter beschäftigt, über das gesamte Jahr war eine Aushilfe beschäftigt)
- Weitere mit dem Personal verbundene Kosten wie externe Lohnbuchhaltung, Berufsgenossenschaft usw. sowie Honorare: 18.708,40 Euro
Sachkosten
- Miete und Mietnebenkosten: 37.137,90 Euro
- Porto, Telekommunikation: 12.481,28 Euro
- Reisekosten: 21.581,13 Euro
- Druckkosten vor allem für die sechs Mal im Jahr erscheinende Zeitung politik und kultur sowie für Publikationen: 69.114,40 Euro
- Weitere Geschäftskosten u.a. allgemeiner Geschäftsbedarf: 17.024,48 Euro
Verteilung der Ausgaben:
- Personalkosten 60%
- Sachkosten 40%
9. Gesellschaftsrechtliche Verbundenheit mit Dritten
Keine.
10. Namen von juristischen Personen, deren jährliche Zuwendungen mehr als zehn Prozent der gesamten Jahreseinnahmen ausmachen (2009)
Neben den unter Punkt 7 Mittelherkunft (2009) genannten Zuwendungen des Bundes machten im Jahr 2009 aus einem Auftrag des Westdeutschen Rundfunks (WDR) 17% der Gesamteinnahmen des Deutschen Kulturrates aus.